Hochzeit mitten im Wahlkampf: Cem Özdemir und Flavia Zaka wollen in Tübingen heiraten – Boris Palmer soll trauen

flavia zaka

Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir wird noch vor der Landtagswahl in Baden‑Württemberg 2026 seine langjährige Partnerin Flavia Zaka heiraten. Die geplante Trauung sorgt im politischen Berlin und Baden‑Württemberg für Diskussionen — nicht zuletzt wegen des ungewöhnlichen Zeitpunkts mitten im Wahlkampf.

Geheime Zeremonie im Februar: „im kleinsten Kreis“

Trotz des intensiven Wahlkampfs hat sich der 60‑jährige Grünen‑Politiker entschieden, seine Hochzeit mit der 40‑jährigen Juristin aus Kanada noch vor dem 8. März zu feiern – dem Tag der Landtagswahl. Özdemir kündigte an, dass die Trauung im kleinsten Kreis stattfinden soll. Weitere Details zum genauen Termin nennt er nicht.

Die Hochzeit soll im Rathaus von Tübingen stattfinden. Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen und langjähriger Freund der Familie, soll die Zeremonie durchführen. Eine größere Feier mit Familie und Freunden sei für später im Jahr geplant, so eine Sprecherin des Paares.

Ein Paar mit Geschichte: Beziehung seit 2023

Özdemir und Zaka sind seit 2023 ein Paar und traten erstmals gemeinsam bei öffentlichen Veranstaltungen auf, etwa bei den Jazz Open Stuttgart, dem Volksfest Cannstatter Wasen oder dem Landespresseball in Stuttgart.

Zaka ist Juristin und wurde in Kanada geboren; sie lebt inzwischen in Deutschland. Die neue Ehe folgt auf Özdemirs früherere Ehe mit der Journalistin Pia Castro, mit der er zwei Kinder hat. Die Trennung war Ende 2023 bekanntgegeben worden.

Politische Reaktionen: Glückwünsche und Kritik

Die Nachricht von der Hochzeit mitten im Wahlkampf hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Manuel Hagel, Landeschef der CDU und direkter politischer Konkurrent, gratulierte dem Paar und wünschte ihnen „alles erdenklich Gute, Glück, Gesundheit und Gottes Segen“. Auch SPD‑Spitzenkandidat Andreas Stoch äußerte seine guten Wünsche.

Andere Stimmen sehen das Timing kritisch. Einige politische Gegner und Kommentatoren spekulieren, die Hochzeit könnte gezielt für positive Aufmerksamkeit in Wahlkampfzeiten genutzt werden. Özdemir selbst äußert sich dazu nicht und betont den privaten Charakter der Entscheidung.

Timing und Wahlkampf: Ein ungewöhnlicher Termin

Die Entscheidung des Grünen‑Politikers, inmitten der heißen Phase des Landtagswahlkampfs zu heiraten, ist ungewöhnlich. Wahlkampfexperten weisen darauf hin, dass Familien‑ und Lebensereignisse zwar politisch neutral bleiben sollten, solche öffentlichen Ereignisse jedoch politisches Echo erzeugen könnten. Özdemir hält sich zu den möglichen politischen Auswirkungen jedoch bewusst zurück.

Ausblick: Feier später im Jahr

Die standesamtliche Trauung soll den offiziellen Teil des Eheversprechens darstellen. Eine größere Hochzeitsfeier mit Gästen, Familie und Freunden ist für später im Jahr geplant. Das Paar bittet die Medien und Öffentlichkeit, an seinem besonderen Tag Privatsphäre zu respektieren.