Die 74. Vierschanzentournee – das prestigeträchtigste Skisprung-Event der Welt – wird die Wintersportfans vom 28. Dezember 2025 bis 6. Januar 2026 begeistern, wenn die weltbesten Springer an den legendären Schanzen in Deutschland und Österreich gegeneinander antreten. Mit Rekordpublikum, aufstrebenden Stars und historischen Veränderungen verspricht diese Saison eine der spannendsten seit Jahrzehnten zu werden.
Tradition trifft Wandel
Seit über sieben Jahrzehnten gilt die Vierschanzentournee als Höhepunkt des Skispringens. Das Event umfasst vier klassische Austragungsorte: Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen, jeder mit eigener Geschichte und einzigartiger Schanzencharakteristik. Die Tournee beginnt in Oberstdorf am 28. Dezember 2025 – einem Ort, der für seine leidenschaftlichen Fans und dramatischen Schanzenprofile bekannt ist – und endet in Bischofshofen am 6. Januar.
Die Vorfreude ist spürbar. Die diesjährige Tournee ist nicht nur wegen des Herrenwettbewerbs spannend, sondern auch wegen der zukünftigen Einbindung der Damen. Während Frauen noch nicht in der Saison 2025/26 starten, wurde die Einführung eines vollständigen Frauen-Wettbewerbs ab der Saison 2026/27 beschlossen – ein Meilenstein in Richtung Geschlechtergerechtigkeit im Skispringen.
Deutsche Tradition. Internationale Stärke. Slowenischer Favorit.
Die deutsche Skisprunglegende Sven Hannawald – der einzige Springer, der alle vier Wettbewerbe einer Tournee gewann – ist in diesem Jahr wieder im Fokus, diesmal als Kommentator und Mentor. Hannawald setzt sich dafür ein, dass ein neuer deutscher Nachfolger 24 Jahre nach seinem historischen Erfolg Geschichte schreibt, und unterstützt junge Talente wie Philipp Raimund und Felix Hoffmann.
Sloweniens Domen Prevc geht als Favorit in die Tournee, nachdem er in der Vorsaison herausragende Leistungen gezeigt hat. Prevc dominierte kürzlich die Weltcup-Events und gewann fünf seiner letzten sechs Wettbewerbe – ein Zeichen für seine Top-Form und die Favoritenrolle in der Tournee.
Auch Japaner Ryoyu Kobayashi, mehrfacher Vierschanzentournee-Sieger, sowie ein starkes österreichisches Team mit Stefan Kraft und Jan Hörl gehören zu den Titelkandidaten. Österreichs Aufschwung im Skispringen wurde letzte Saison deutlich, als Daniel Tschofenig die Tournee gewann und damit eine zehnjährige nationale Durststrecke beendete.
Neuer Name, gleicher Nervenkitzel: Ticket-Boom & Fan-Leidenschaft
Die Ticketverkäufe für alle vier Austragungsorte laufen hervorragend, und viele Plätze sind bereits ausverkauft. Die Tournee ist nicht nur für Skisprungfans ein kulturelles Highlight, sondern zieht auch viele Urlaubsreisende aus Bayern und Tirol an – zehntausende Zuschauer besuchen jedes Event.
Fans dürfen von Anfang an auf spannende Wettbewerbe gespannt sein, besonders beim Öffnungswettbewerb in Oberstdorf am 28. Dezember, bei dem die Qualifikationen und das Hauptrennen auf der riesigen Schattenbergschanze stattfinden. Dieser erste Wettbewerb gibt oft den Ton für die Gesamtwertung an.
Punkte-System & Wettbewerbslandschaft
Das Format der Vierschanzentournee – eine Kombination aus Qualifikations-Duellen und Kopf-an-Kopf-Wettkämpfen – zwingt die Athleten, Weite, Stil und strategisches Risiko auszubalancieren. Im Gegensatz zum regulären Weltcup, bei dem Konstanz über die Saison entscheidend ist, wird der Gesamtsieger der Vierschanzentournee durch die kumulierten Punkte aus allen vier Einzelwettbewerben bestimmt. Dies sorgt oft für dramatische Wendungen in der Gesamtwertung.
Mit dominanten Leistungen von Prevc und Kobayashi und dem Ehrgeiz deutscher Springer, die Podesttradition zu durchbrechen, könnte die Saison 2025/26 eines der spannendsten Titelrennen seit Jahren bringen. Österreich bleibt mit seiner Tiefe stets eine Bedrohung, und Experten beobachten genau, ob Tschofenig seinen Titel verteidigen kann.
Mehr als nur Sprünge: Bedeutung für die Zukunft
Die Vierschanzentournee steht an einem Wendepunkt. Die geplante Integration der Frauen spiegelt den Wandel im Wintersport wider. Die Austragung von Damen- und Herrenwettbewerben auf denselben Schanzen soll Sichtbarkeit und Wettbewerbsniveau erhöhen und neue Chancen für weibliche Athleten schaffen.
Diese Entwicklung – zusammen mit Rivalitäten, aufstrebenden Stars und historischen Geschichten wie Hannawalds Vermächtnis – stellt sicher, dass die 74. Tournee nicht nur sportliche Schlagzeilen liefert, sondern auch die Zukunft des Skispringens prägen wird.
