Sieben Fitnessstudios in Hessen melden Insolvenz – Mitglieder und Betrieb bleiben betroffen

get fit insolvenzverfahren

Hessen, 6. Februar 2026 – Die Fitnessstudio-Kette „Get Fit – Preiswert Trainieren GmbH“ hat Insolvenz für sieben ihrer Standorte in Hessen angemeldet. Finanzielle Belastungen durch Corona-Rückforderungen und Überbrückungshilfen haben das Unternehmen in die Knie gezwungen, wie Geschäftsführer Eugen Leibman bestätigt. Trotz der Insolvenz soll der Trainingsbetrieb in allen betroffenen Studios weiterlaufen.

Betroffene Standorte in Hessen

Die Insolvenz betrifft die Studios in:

  • Bad Soden-Salmünster
  • Wächtersbach
  • Steinau an der Straße
  • Sinntal
  • Birstein
  • Oberursel

Leibman betont: „Alle Studios bleiben geöffnet. Der Trainingsbetrieb läuft normal weiter. Öffnungszeiten ändern sich nicht.“ Franchise-Standorte sind von der Insolvenz nicht betroffen.

Hintergrund der Insolvenz

Der Geschäftsführer erklärt, dass Rückforderungen aus Corona-Soforthilfen und der Überbrückungshilfe III die finanzielle Situation überfordert hätten. Ursprünglich sollten diese staatlichen Hilfen Unternehmen stützen, doch bei „Get Fit“ führten die Rückzahlungen zu erheblichen finanziellen Engpässen.

Leibman sagt: „Die Insolvenzanträge betreffen ausschließlich selbst betriebene Standorte, die vor der Pandemie eröffnet wurden. Unsere Franchise-Partner sind nicht betroffen.“

Zukunftsperspektive für Mitglieder und Mitarbeiter

Trotz der Insolvenz will das Unternehmen den Betrieb aufrechterhalten. Leibman betont, dass bereits Gespräche mit potenziellen Investoren laufen. Ziel sei eine Sanierung, um die langfristige Sicherung der Studios zu gewährleisten.

„Ich bin überzeugt, dass es eine Lösung geben wird und wir weitermachen können“, so Leibman.

Unternehmensgeschichte und Franchise-Modell

Die „Get Fit – Preiswert Trainieren GmbH“ wurde 2015 von Eugen Leibman, einem gelernten Physiotherapeuten, gegründet. Neben den eigenen Studios betreibt das Unternehmen ein Franchise-System. Insgesamt gibt es 43 Standorte, von denen Leibman persönlich an 17 beteiligt ist.

Das Unternehmen setzt auf günstige Mitgliedsbeiträge und 24-Stunden-Öffnungszeiten, um eine breite Zielgruppe anzusprechen. Die Franchise-Partner eröffnen eigenständig Studios unter der Marke „Get Fit“ in anderen Teilen Deutschlands.

Fazit

Die Insolvenz zeigt, wie belastend Rückforderungen aus staatlichen Hilfen für Unternehmen sein können, auch Jahre nach der Pandemie. Für Mitglieder und Mitarbeiter gibt es jedoch Entwarnung: Der Betrieb läuft unverändert weiter, und Investorenverhandlungen sollen die Zukunft der Kette sichern.