Trump strebt neuen Atomvertrag an: USA und Russland nach Auslaufen von New Start unter Druck

usa donald trump

Am Donnerstag 2026 ist der bisherige große atomare Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland offiziell ausgelaufen. Der New Start-Vertrag, der 2010 unterzeichnet wurde, hatte die Zahl strategischer Nuklearsprengköpfe auf 1.550 pro Seite begrenzt und die einsatzbereiten Abschussvorrichtungen auf maximal 700 festgelegt. Damit endet eine Ära formalisierter nuklearer Kontrolle zwischen den beiden größten Atommächten der Welt.

Trumps Vorstoß für einen neuen Vertrag

US-Präsident Donald Trump hat unmittelbar nach dem Auslaufen des Vertrags angekündigt, ein modernes und verbessertes Atomabkommen anstreben zu wollen. In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social forderte Trump, Nuklearexperten sollten ein Abkommen entwickeln, das langfristig wirksam sei und künftigen globalen Herausforderungen Rechnung trage.

Trump äußerte sich bereits Anfang Januar ähnlich und zeigte sich unbeeindruckt vom Ablauf des New Start-Abkommens: „Wir werden einfach ein besseres Abkommen machen“, sagte er gegenüber internationalen Medien.

Beteiligte Länder: USA, Russland – und möglicherweise China

Trumps Beitrag ließ offen, welche Länder in die Ausarbeitung des neuen Vertrages eingebunden werden sollen. Traditionell betrifft ein bilateraler Vertrag USA und Russland. Allerdings hatten US-Regierungen zuletzt gefordert, dass auch China in künftige Abrüstungsverhandlungen einbezogen wird, um die globalen Nuklearbestände besser zu kontrollieren.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses erklärte, man werde die Gespräche mit Russland fortsetzen, ohne Details über mögliche neue Vertragspartner zu nennen.

Nukleare Lage im Fokus der Weltgemeinschaft

Experten warnen, dass das Ende des New Start-Vertrags die strategische Stabilität gefährden könnte. Ohne internationale Vereinbarungen gibt es keine bindenden Kontrollen der Nukleararsenale, was das Risiko eines Wettrüstens erhöht.

Analysten sehen die Chance für ein neues Abkommen, das modernere Kontrollmechanismen und die Einbindung weiterer Atommächte berücksichtigt, als kritisch. Es bleibt jedoch unklar, ob Russland, China oder andere Staaten bereit sind, sich auf neue Verhandlungen einzulassen.

Bedeutung für die Zukunft der Abrüstung

Ein neuer Atomvertrag könnte nicht nur die Zahl der Sprengköpfe begrenzen, sondern auch neue Technologien wie Hyperschallraketen und cybergestützte Frühwarnsysteme berücksichtigen. Für internationale Sicherheitsexperten ist ein zeitnahes Abkommen entscheidend, um das Vertrauen zwischen den Großmächten aufrechtzuerhalten und eine Eskalation nuklearer Spannungen zu verhindern.