Die Handball-Welt blickt gespannt nach Deutschland: Die Handball-WM 2027 wirft ihre Schatten voraus, und die Nachfrage nach Tickets erreicht schon jetzt Rekordwerte. Während die deutsche Nationalmannschaft bei der EM 2026 um Medaillen kämpft, sichern sich Fans bereits Plätze für das nächste große Turnier auf heimischem Boden.
Deutsche Fans in Vorfreude: Ticket-Run ohne Vergleich
Der Deutsche Handballbund (DHB) ist überwältigt von der frühen Nachfrage. Vorstandsvorsitzender Mark Schober kommentierte: „Solch einen Run auf Tickets gab es weder 2019 noch 2024.“ Der Vorverkauf startete bereits kurz vor Weihnachten, und für die Vorrunden-Spiele in München sowie Hauptrunde und Viertelfinale in Köln sind 75 % der Karten vergriffen. Nur ein kleiner Rest wird für Gastnationen und Partner zurückgehalten.
„Die große Nachfrage erklärt sich nicht nur durch das Heimrecht, sondern auch durch die erfolgreichen Leistungen unserer Männer- und Frauen-Nationalmannschaften“, so Schober weiter.
Wer spielt und wo? Spielorte und Teams
Die Handball-WM 2027 wird in mehreren deutschen Städten ausgetragen. Vorrunden-Spiele finden in München, Kiel und Magdeburg statt, während die Hauptrunde und die Viertelfinals in Köln stattfinden.
Bereits qualifiziert sind die vier besten Teams der EM 2026, inklusive Gastgeber Deutschland und Titelverteidiger Dänemark. Durch Nachrücker aus Schweden und Portugal stehen die ersten acht Teams fest. Weitere Teilnehmer aus Mittel- und Südamerika sind Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay. Qualifikationen für andere Nationen folgen im März und Mai 2026.
Die Auslosung aller Gruppen wird am 10. Juni 2026 in München stattfinden. Dann werden auch die letzten Ticketkontingente freigegeben.
Hohe Ticketpreise? Bezahlbare Preise trotz Rekordnachfrage
Trotz der großen Nachfrage plant der DHB keine drastischen Preisanpassungen. Spiele in Magdeburg können für nur neun Euro besucht werden, während die „deutsche Route“ bei 49 Euro startet – ideal für Fans, die mehrere Spiele live verfolgen möchten.
Schober warnt jedoch vor unseriösen Weiterverkäufen: „Es gibt Menschen, die Tickets kaufen, um sie teurer anzubieten. Wir empfehlen ausschließlich offizielle Plattformen wie handball2027.com oder eventim.de.“
DHB setzt auf langfristige Entwicklung
Der DHB denkt bereits mehrere Jahre voraus. Vorstand Sport Ingo Meckes betont die Entwicklung junger Talente: „Zehn Spieler unseres aktuellen Teams sind Jahrgang 2000 oder jünger. Wir werden im nächsten Jahr stärker sein, der Konkurrenzkampf um Plätze wird intensiv.“
Die Heim-WM 2027 soll nicht nur ein Sportevent, sondern ein „Handball-Festival“ werden. Anders als 2024 wird es keine riesige Fanzone wie in Herning geben, dafür aber volle Hallen an allen Spielorten – unabhängig davon, ob das deutsche Team spielt.
Sicherheit und Erlebnis für Fans
Die Organisatoren setzen auf eine Mischung aus attraktiven Spielen und Fan-Erlebnissen. Zwar wird es nicht wie in Herning separate Hallen mit Ballwurfmaschinen und Mini-Handballfeldern geben, doch die Atmosphäre in den Hallen soll „Where handball is alive“ spürbar machen. Fans können sich auf spannende Spiele gegen Nationen wie Frankreich, Norwegen oder die Färöer freuen.
Ausblick: Handball-WM 2029
Mit Blick auf die WM 2029, die Deutschland gemeinsam mit Frankreich ausrichtet, erwartet der DHB eine noch höhere Nachfrage bei begrenzten Kontingenten. Alternative Vergabeverfahren wie Lotterien könnten dann zum Einsatz kommen. Schober bezeichnet dies als „Luxussituation für den Verband“, die bisher einmalig ist.
Fazit
Die Handball-WM 2027 verspricht ein Megaevent in Deutschland zu werden. Die Kombination aus Heimrecht, erfolgreichem Nationalteam und attraktiven Ticketpreisen sorgt für Rekordnachfrage. Fans sollten sich beeilen, wenn sie live dabei sein wollen, denn die besten Plätze sind bereits jetzt fast ausverkauft.
