Der beliebte Berliner „Tatort“ präsentiert am 1. Februar 2026 eine ungewöhnliche und zum Teil kontrovers diskutierte Folge. In „Gefahrengebiet“ ermitteln Robert Karow (Mark Waschke) und Susanne Bonard (Corinna Harfouch) zum letzten Mal gemeinsam. Für Harfouch, die 71‑jährig in den Ruhestand geht, ist es der Abschied von der Tatort‑Krimiwelt nach insgesamt sechs Fällen.
Krimi in der Wildnis: Grunewald als Schauplatz
Im Zentrum des neuen Falls steht ein rätselhafter Todesfall im Berliner Grunewald: Ein obdachloser Mann wird tot aufgefunden, mit Bissspuren, die zunächst an einen Wolf denken lassen. Doch schon bald zeigt sich, dass die Todesumstände menschlicher Natur sind – und die Ermittler vor ein komplexes Rätsel stellen.
Die Ermittlungen führen das Duo in die Welt von Preppern und Survival‑Gruppen, als sie Zeugenbefragungen starten und eine Wildnislehrerin treffen, die im Wald Überlebenstraining anbietet.
Ungewöhnliche Szenen und polarisierende Elemente
Die Folge weicht in einigen Szenen stark vom klassischen Tatort‑Format ab. Während Bonard bei der Wildnislehrerin bleibt und eine Art Selbstfindungstrip erlebt, sucht Karow nach Hinweisen in der Stadt – und gerät zeitweise in ungewöhnliche Situationen, die weit über nüchterne Ermittlungen hinausgehen.
Ein besonders auffälliger Moment der Folge ist eine intime Szene zwischen Kommissar Karow und einem Verdächtigen – ein dramaturgischer Bruch, der in Social Media und unter Fans für starke Diskussionen sorgt.
Abschied von Susanne Bonard
Für viele Zuschauer ist das zentrale Thema der Folge der Abschied von Corinna Harfouch als Susanne Bonard. Die Schauspielerin gehört seit 2023 zum Berliner „Tatort“-Team, wo sie die ehemalige Dozentin und Ermittlerin verkörperte. Doch von Anfang an war klar, dass ihr Einsatz zeitlich begrenzt war – jetzt geht sie in den Ruhestand.
Die Episode ist daher nicht nur ein Kriminalfall, sondern auch ein emotionaler Moment für Fans: Bonard steht kurz vor ihrem Ausstieg, kämpft mit Selbstzweifeln und lässt ihren Kollegen Karow zeitweise allein ermitteln.
Kritik und Zuschauermeinungen
Die Reaktionen auf „Tatort: Gefahrengebiet“ sind gemischt. Einige Kritiker sehen in dem Waldkrimi eine atmosphärisch dichte Folge, die sowohl Spannung als auch Charakterentwicklung bietet. Andere wiederum empfinden Abweichungen vom klassischen Ermittlungsrhythmus als ungewöhnlich oder stellenweise verwirrend.
Online‑Kommentare zeigen, dass besonders Kontroversen wie die Sex‑Szene und die Darstellung von Polizeiarbeit polarisiert aufgenommen werden. Teilweise wird der Film als „merkwürdig“ oder „provokativ“ beschrieben, was zeigt, wie stark Zuschauererwartungen beim „Tatort“ variieren.
Wie geht es für Kommissar Karow weiter?
Mit dem Abschied Bonards endet ein Kapitel des Berliner Ermittlerduos. Für Robert Karow könnte es nun allein weitergehen oder mit einem neuen Partner bzw. einer neuen Partnerin – Details dazu sind bislang unklar, aber der Abschied der erfahrenen Kommissarin schafft Raum für neue Entwicklungen im „Tatort Berlin“.
Fazit: Ein „Tatort“ voller Kontraste
Der neue Berliner „Tatort“ sorgt für Gesprächsstoff: Ein rätselhafter Mordfall, Selbstfindung, ungewöhnliche Entscheidungen der Ermittler und der emotionale Abschied von Corinna Harfouch machen „Gefahrengebiet“ zu einem besonderen Beitrag im beliebten Sonntags‑Krimiformat. Ob Fans und Kritiker gleichermaßen überzeugt sind, bleibt offen – klar ist jedoch, dass dieser Fall in Erinnerung bleibt.
