Minneapolis, 29. Januar 2026 – US-Rockstar Bruce Springsteen hat mit „Streets of Minneapolis“ einen neuen Protestsong veröffentlicht. Darin prangert er das harte Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE unter Präsident Donald Trump an und ruft die Amerikaner auf, für die Rechte von Migranten einzustehen.
Song als Reaktion auf Gewalt in Minneapolis
Springsteen schrieb den Song laut eigener Aussage am vergangenen Samstag, nahm ihn am Dienstag auf und veröffentlichte ihn bereits am Mittwoch. Anlass waren die jüngsten Schüsse durch ICE-Beamte, bei denen die Krankenschwester Alex Pretti getötet wurde, nachdem bereits Anfang Januar Renée Good durch eine Schusswaffe der Behörde ums Leben kam.
Der Musiker bezeichnet den Song selbst als Antwort auf den „Staatsterror“, der die Stadt Minneapolis erschüttert. In den Texten kritisiert er unter anderem „King Trumps private Armee“, die angeblich Bürgerrechte mit Füßen trete, und fordert die Zuhörer auf, „für dieses Land und den Fremden in unserer Mitte“ einzustehen.
Kritik an Trump und ICE verschärft
Springsteen ist seit Jahren ein scharfer Kritiker der Politik von Donald Trump, insbesondere in Bezug auf Einwanderung und staatliche Gewalt. Bereits während seiner letzten Tour äußerte er sich gegen Abschiebungen und das Vorgehen der Regierung bei Demonstrationen in Los Angeles.
Trump reagierte auf Springsteens Kritik in der Vergangenheit mit persönlichen Angriffen und bezeichnete den Musiker als „vertrocknete Pflaume“, die „den Mund halten sollte“. Mit „Streets of Minneapolis“ verstärkt Springsteen seine Botschaft nun musikalisch und öffentlichkeitswirksam.
Symbolik des Songtitels
Der Titel „Streets of Minneapolis“ erinnert bewusst an Springsteens berühmten Song „Streets of Philadelphia“, der für den Film Philadelphia geschrieben wurde und die AIDS-Krise thematisierte. Mit dem neuen Song knüpft Springsteen an seine Tradition an, gesellschaftliche Missstände in musikalischer Form anzuprangern.
Öffentliche Reaktionen und Proteste
Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit landesweiter Proteste gegen ICE. Zahlreiche Bürgerrechtsgruppen und Aktivisten kritisieren das Vorgehen der Behörde als übermäßig brutal. Springsteens Song könnte die Bewegung weiter stärken, da er mit seiner Reichweite Millionen von Menschen erreicht und auf die Problematik aufmerksam macht.
Fazit
Mit „Streets of Minneapolis“ nutzt Bruce Springsteen erneut seine Stimme, um auf soziale Missstände aufmerksam zu machen. Der Song verbindet musikalische Kunst mit politischem Aktivismus und setzt ein klares Zeichen gegen staatliche Gewalt und Diskriminierung.
