Bayern Schneechaos 2026: Radfahrer lebensgefährlich verletzt – Schulen geschlossen, Verkehr lahmgelegt

Bayern Schneechaos

Bayern, 27. Januar 2026 – Starker Schneefall und Glätte sorgen in Bayern weiterhin für erhebliche Einschränkungen im Alltag. Besonders betroffen sind der Norden und Westen des Bundeslands: Schulen fallen aus, Busse fahren nicht, und der Winter fordert erste schwere Verletzungen.

Radfahrer in Bamberg lebensgefährlich verletzt

In Bamberg wurde ein 41-jähriger Radfahrer schwer verletzt, als ein Ast aufgrund der Schneelast vom Baum fiel. Er musste sofort notoperiert werden. Die Polizei warnte eindringlich vor Aufenthalten unter Bäumen, da weiterhin erhebliche Schneebruchgefahr bestehe. Auch in Fürth und Aschaffenburg wurden Menschen vor Betreten von Wald- und Baumbereichen gewarnt.

Zudem kam es zu mehreren Verkehrsunfällen: In Kulmbach rutschte ein 28-jähriger Autofahrer gegen eine Mauer und wurde schwer verletzt, nachdem er in seinem Wagen eingeklemmt wurde. Insgesamt registrierten die Polizeipräsidien in Unterfranken, Oberfranken und Niederbayern zahlreiche Einsätze mit teils Leichtverletzten.

Schulen und öffentliche Verkehrsmittel betroffen

Aufgrund der Witterung fiel in zahlreichen Landkreisen und Städten der Präsenzunterricht aus. Betroffen waren unter anderem Bamberg, Erlangen, Fürth, Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und Kitzingen. Auch in städtischen Gebieten wie Nürnberg und Forchheim konnten Busunternehmen und Straßenmeistereien keine sichere Schülerbeförderung gewährleisten.

In vielen Schulen wurde eine Notbetreuung eingerichtet, während der reguläre Unterricht teilweise online oder über Arbeitsblätter fortgesetzt wird. Besonders die Landkreise Forchheim und Bamberg meldeten starke Verkehrseinschränkungen auf Schulwegen.

Verkehr und Unfälle: Abgeebbt, aber weiterhin gefährlich

Nach einer Unfallwelle am Montagabend beruhigte sich die Lage nachts. In Unterfranken kam es zu 162 Einsätzen, darunter 48 Unfälle mit mindestens fünf Leichtverletzten. In Oberfranken wurden von Montagmittag bis -abend 116 Einsätze gemeldet, darunter 74 Unfälle mit zwei Leichtverletzten und vier gestürzten Fußgängern. Schneebruch und rutschige Straßen führten zudem zu weiteren Einsätzen in der Nacht.

Der Wintereinbruch zeigt sich besonders im Norden Bayerns hartnäckig, während in der Oberpfalz bislang keine neuen Unfälle gemeldet wurden.

Wetterprognose: Neue Schneefälle und Glatteisgefahr

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin vor gefährlicher Glätte, verursacht durch gefrierende Nässe und Schnee. Lokal tritt dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern auf. Im Westen Frankens könnten in der Nacht bis zu fünf Zentimeter Neuschnee fallen, verbunden mit vereisten Straßen.

Tagsüber sind im Norden Bayerns viele Wolken zu erwarten, während in den Alpen durch ein Zwischenhoch zeitweise Sonne möglich ist. Besonders im Norden und Westen muss in den kommenden Nächten mit Glatteis durch gefrierenden Regen gerechnet werden.

Sicherheitsmaßnahmen

Die Polizei rät, Aufenthalte unter Bäumen und in der Nähe von Dächern zu vermeiden, da Dachlawinen drohen. Autofahrer und Radfahrer sollten besonders vorsichtig sein und die Winterreifenpflicht beachten. Bei Schulen und Busunternehmen wird empfohlen, alternative Transportwege oder Notbetreuung zu nutzen, um Schüler sicher zu transportieren.