Wetterchaos auf See: AIDAprima und AIDAdiva ändern Routen wegen Sturm

Wetterchaos

Deutsche Luxus-Kreuzfahrtschiffe müssen wetterbedingt ihre Fahrpläne ändern – starker Wind sorgt für Hafen-Absagen und veränderte Liegezeiten.

Auf mehreren AIDA-Routen kommt es aktuell zu sturmbedingten Anpassungen der Kreuzfahrtpläne. Betroffen sind insbesondere die AIDAprima auf ihrer Kanaren-Route sowie die AIDAdiva auf Weltreise, die ihr Programm vorübergehend umstellen mussten. Diese Änderungen betreffen mehrere Häfen und Liegezeiten für Passagiere.

 AIDAprima steuert Lissabon früher an – Route überarbeitet

Ursprünglich sollte die AIDAprima im Rahmen ihrer „Große Winterpause Kanaren“-Reise mehrere Kanaren-Häfen besuchen und einen Übernacht-Stop auf Lanzarote einlegen. Aufgrund eines aufziehenden Sturmtiefs hat die Crew den Reiseverlauf jedoch angepasst: Statt eines Aufenthalts auf Lanzarote fährt das Schiff bereits früher nach Lissabon und bleibt dort insgesamt drei Tage lang im Hafen, bevor es weiter in Richtung weiterer Ziele geht.

 Die Entscheidung dient sowohl der Sicherheit der Passagiere und Besatzung als auch der Gewährleistung eines reibungslosen Reiseablaufs bei schwierigen Wetterbedingungen. Die zusätzliche Liegezeit in Lissabon ersetzt den gestrichenen Stopp auf Lanzarote und bietet den Gästen dennoch Zeit an Land.

Die AIDAprima hatte ihre 23-tägige Route am 9. Januar 2026 in Kiel begonnen und soll voraussichtlich am 1. Februar wieder dort zurückkehren. An Bord befinden sich rund 1.600 Gästekabinen.

 AIDAdiva auf Weltreise: Stopp auf Amami Oshima entfällt

Auch auf der Weltreise der AIDAdiva sorgte das Wetter für kurzfristige Änderungen. Das Schiff, das seit November auf einer mehrmonatigen Weltreise unterwegs ist, konnte den geplanten Anlauf der japanischen Insel Amami Oshima nicht durchführen. Grund war starker Wind und schwieriges Wetter im Hafenbereich, wodurch ein sicheres Einlaufen nicht möglich war.

Der Kapitän informierte die Gäste gemäß den Sicherheitsrichtlinien, dass aufgrund der Windverhältnisse weder Lotsen noch Schlepper zur Verfügung standen und ein Hafeneinlauf zu riskant wäre. Deshalb entfiel der Landgang auf der Insel vollständig. Stattdessen fuhr das Schiff weiter und steuert als nächstes den Hafen von Naha auf Okinawa an.

Die Weltreise der AIDAdiva begann am 10. November 2025 in Hamburg und führt das Schiff durch mehrere Kontinente bis zur Rückkehr nach Europa im Frühjahr 2026. Die Route umfasst dabei zahlreiche Stopps in Nordamerika, Asien, dem Indischen Ozean und Afrika.

Warum werden Kreuzfahrtrouten bei schlechtem Wetter geändert?

Kreuzfahrtschiffe wie die AIDAprima oder AIDAdiva sind zwar auf hoher See und bei wechselnden Wetterbedingungen sicher unterwegs, dennoch können bestimmte Wetterlagen – insbesondere **starke Winde oder Sturmböen – ein Einlaufen in Häfen gefährlich machen. Dazu gehören:

  • Unsichere Hafen-Manöver bei starkem Wind
  • Mangelnde Unterstützung durch Schlepper oder Lotsen
  • Erhöhte Risiken für Passagiere und Crew beim An- und Ablegen

In solchen Fällen entscheiden Kapitäne und Reedereien vorsorglich, Häfen auszulassen oder zusätzliche Seetage einzulegen, um Sicherheit und Komfort für alle an Bord zu gewährleisten.

Was bedeutet das für Reisende?

Passagiere auf betroffenen AIDA-Reisen können durch die Änderungen erleben:

  • Längere Aufenthalte in alternativen Häfen
  • Ausfall geplanter Landgänge wegen Wetter
  • Zusätzliche Seetage statt Hafenbesuche

AIDA Cruises informiert Gäste in der Regel zeitnah über solche Anpassungen und bietet alternative Programme an Bord, damit die Reise weiterhin ein positives Erlebnis bleibt.

Fazit: Kreuzfahrten wetterabhängig – Sicherheit geht vor

Die jüngsten Routenänderungen bei AIDAprima und AIDAdiva zeigen, wie sehr Wetterbedingungen Kreuzfahrtreisen beeinflussen können. Besonders starke Winde und Stürme zwingen Reedereien dazu, traditionsreiche Routen flexibel neu zu planen – zum Schutz von Menschenleben und zur Sicherstellung der Reisequalität.