US‑Präsident Donald Trump (79) musste am späten Dienstagabend seine Reise zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, Schweiz, kurzfristig unterbrechen, nachdem das für den Flug genutzte Präsidentenflugzeug Air Force One kurz nach dem Start wieder umkehren musste. Die Maschine landete sicher zurück auf der Joint Base Andrews nahe Washington, D.C., nachdem an Bord ein „kleiner elektrischer Fehler“ entdeckt worden war.
White House Press Secretary Karoline Leavitt erklärte, dass die Besatzung den Defekt im Flug frühzeitig identifiziert habe. Aus „größter Vorsicht“ sei daraufhin entschieden worden, den Flug abzubrechen und zur Basis zurückzukehren. Ein Journalist an Bord berichtete, dass die Lichter in der Pressekabine kurzzeitig ausgefallen seien, was den Vorfall bestätigt.
Was genau passiert ist – Fakten zum Zwischenfall
- Der Start der Air Force One erfolgte gegen 22:20 Uhr Ortszeit in Maryland.
- Wenige Minuten nach dem Abheben wurde ein „kleines elektrisches Problem“ festgestellt.
- Aus Sicherheitsgründen entschied die Crew, umzudrehen und zum Heimatstützpunkt zurückzufliegen.
- Die Maschine erreichte erneut die Joint Base Andrews rund 45 – 60 Minuten nach dem Start.
Es handelte sich hierbei nicht um einen Notfall im klassischen Sinne – es gab keine Verletzten und keine weiteren sicherheitsrelevanten Probleme. Der Schritt wurde vorbeugend unternommen, da bei Flügen von Staatsoberhäuptern bereits geringste technische Auffälligkeiten ernst genommen werden.
Weiterflug mit Ersatzflugzeug – Trump bleibt auf Kurs nach Davos
Nach der Rückkehr zur Basis stieg Präsident Trump zusammen mit seiner Delegation in einen Ersatzjet um, um die Reise fortzusetzen. Laut offiziellen Angaben verließ dieser Ersatzflug gegen Mitternacht Washington und setzte den Flug Richtung Schweiz fort.
Bei dem Ersatzflugzeug handelt es sich um eine Air Force C‑32, eine modifizierte Boeing 757, die normalerweise für inner‑ und außeramerikanische Einsätze bei kleineren Flughäfen genutzt wird.
Die Fortsetzung des Fluges stellt sicher, dass Trump trotz der Verzögerung noch rechtzeitig am WEF in Davos eintreffen kann, um dort seine Rede und geplanten Gespräche mit Staats‑ und Regierungschefs zu halten.
Auswirkungen auf Davos‑Zeitplan – Rede noch geplant
Ursprünglich war Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum am Mittwoch um 14:30 Uhr Ortszeit angesetzt. 🚁 Aufgrund der Verzögerung besteht die Möglichkeit, dass sich dieser Zeitplan etwas verschieben könnte – noch gibt es aber keine offizielle Bestätigung einer Absage oder Verschiebung.
Trump wird während des Forums nicht nur über wirtschaftliche Themen sprechen, sondern auch mit europäischen Entscheidungsträgern über strategische Fragen, einschließlich seiner stark umstrittenen Pläne zur Übernahme Grönlands, diskutieren. Diese Themen hatten bereits vorab für Spannungen zwischen den USA und europäischen Staaten gesorgt.
Air Force One – Alte Flotte sorgt für Debatten
Die beiden derzeit im Einsatz befindlichen Air Force One‑Flugzeuge basieren auf Boeing 747‑200‑Modellen und sind seit fast vier Jahrzehnten im Einsatz. Die Flotte ist bekannt für teure Wartung und wiederkehrende technische Probleme.
Neue Modelle – Boeing 747‑8‑Jets – werden derzeit gebaut, haben sich aber mehrfach verzögert. Ein zusätzlicher Boeing‑747‑8‑Jumbojet wurde 2025 von Katar an die USA geschenkt und soll ebenfalls in den Bestand integriert werden, wird derzeit aber noch auf Sicherheitsstandards umgerüstet.
Pressesprecherin Leavitt scherzte am Abend des Zwischenfalls sogar, dass der katarische Jet „momentan sehr verlockend klinge“, was die Debatte über den Zustand der aktuellen Air Force One‑Flotte weiter anheizt.
Fazit: Keine ernsthafte Gefahr – Reise fortgesetzt
Der ungeplante Zwischenstopp von Air Force One auf dem Weg nach Davos war nach bisherigen Informationen ein präventiver Sicherheitsstopp, ausgelöst durch einen kleineren technischen Fehler. Dank des schnellen und routinierten Handelns des Flugpersonals konnte der Präsident sicher umsteigen und seine Reise fortsetzen.
Trumps Rede und Termine auf dem Weltwirtschaftsforum stehen weiterhin auf dem Programm, auch wenn sich kleinere zeitliche Verschiebungen ergeben könnten.
