Norwegischer Außenseiter demütigt Guardiola-Team am Aspmyra Stadion
In einem der größten Überraschungserfolge der UEFA-Champions-League-Saison 2025/26 hat Bodø/Glimt den englischen Topklub Manchester City mit 3:1 besiegt – und damit eine historische Nacht im hohen Norden Norwegens geschaffen. Die Norweger dominierten Pep Guardiolas Mannschaft im Aspmyra Stadion und holten ihren ersten Sieg in der Königsklasse überhaupt.
Blitzstart und Traumtor: Høgh trifft doppelt
Die Partie begann spektakulär: Bereits in der **22. und 24. Minute erzielte Kasper Høgh innerhalb von nur zwei Minuten zwei Tore, nachdem City-Abwehrspieler Fehler unterlaufen waren. Mit dieser frühen Führung setzte Bodø/Glimt ein deutliches Zeichen und brachte die Gäste völlig aus dem Konzept.
Hauge trifft – City kämpft, dann Rodri-Rauswurf
Auch nach der Pause blieb der norwegische Außenseiter gefährlich. Jens Petter Hauge erhöhte in der 58. Minute mit einem sehenswerten Schuss auf 3:0 und entfachte im Stadion echte Euphorie. Nur kurze Zeit später gelang Rayan Cherki für Manchester City in der 60. Minute der Anschlusstreffer, doch jede Hoffnung verpuffte, als Rodri in der 62. Minute nach zwei schnellen Gelben Karten vom Platz gestellt wurde.
Ein Abend der Rekorde für Bodø/Glimt
Der Sieg ist nicht nur ein großer Triumph für den norwegischen Klub, sondern auch ein Stück Fußballgeschichte:
- Bodø/Glimt feiert seinen ersten Sieg in der UEFA Champions League.
- Sie sind der erste norwegische Klub, der einen englischen Gegner in einem bedeutenden Europapokalspiel schlägt seit über 20 Jahren.
- Die Partie zählt zu den seltensten Siegen eines Underdogs gegen einen der europäischen Eliteklubs.
Citys Tiefpunkt setzt sich fort
Manchester City erlebte einen Abend zum Vergessen. Die Mannschaft, die lange Zeit klar mehr Ballbesitz hatte, fand kaum Wege durch die kompakte norwegische Abwehr. Die lange Verletztenliste, mit zahlreichen fehlenden Stammspielern, zeigte sich erneut als Schwachstelle. Zudem hinterlässt der Ausschluss von Rodri eine große Lücke im Mittelfeld für die kommenden Spiele.
Trainer Pep Guardiola zeigte sich nach dem Spiel sichtlich frustriert, lobte aber gleichzeitig die Leistung von Bodø/Glimt als „gut organisiert und sehr effizient“. Gleichzeitig gestand er ein, dass sich für City derzeit viele Dinge nicht ideal entwickeln – eine seltene, aber ehrliche Analyse des Spaniers.
Auswirkungen auf den Wettbewerb
Durch die Niederlage gerät Manchester Citys Platz in der Top-Acht-Tabelle der Champions League in Gefahr. Der Klub muss im letzten Gruppenspiel gegen Galatasaray unbedingt punkten, um nicht in die Play-off-Runde abzurutschen. Für Bodø/Glimt bleibt die Hoffnung auf ein Weiterkommen bestehen, doch auch sie benötigen in ihrem letzten Gruppenspiel ein positives Ergebnis sowie Hilfe anderer Teams.
Fazit: Argentinische Sensation im eiskalten Norden
Was in Bodø geschah, wird lange im Gedächtnis bleiben:
Ein kleiner Klub aus Nordnorwegen, der mit Leidenschaft, taktischer Disziplin und eiskaltem Konterspiel den großen Favoriten aus England besiegt. Für Manchester City ist dies ein weiterer Rückschlag in einer bislang schwierigen Saison – und ein Warnsignal, das nicht ignoriert werden kann.
