Franziska Preuß Biathlon Ruhpolding: Heimspiel in der Chiemgau Arena – Gesamtweltcupsiegerin jagt erstes Podium im Olympia-Winter

Franziska Preuß Biathlon Ruhpolding

Franziska Preuß steht vor ihrem großen Heimspiel – der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding vom 14. bis 18. Januar 2026 ist für die 31-Jährige mehr als nur ein weiteres Rennen. In ihrem Wohnort, wo sie täglich trainiert und mit Partner Simon Schempp ein Haus bewohnt, will die amtierende Gesamtweltcupsiegerin endlich den ersten Einzel-Podestplatz dieser Saison holen. Nach soliden, aber podestlosen Auftritten in Oberhof (zwei fünfte Plätze plus Staffel-Bronze) fiebert Preuß dem Event in der Chiemgau Arena entgegen: „Hier kenne ich jeden Winkel, den Schießstand perfekt – das gibt mir Heimatgefühl und extra Motivation.“

Der Weltcup in Ruhpolding kommt genau richtig: Nur Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar 2026) geht es um Form, Selbstvertrauen und letzte Feinabstimmungen. Preuß hat ihre Olympia-Norm längst sicher, doch sie strebt die erste Einzelmedaille ihrer Karriere an – nach Bronze mit der Staffel in Peking 2022 soll es diesmal solo klappen. In Ruhpolding hat sie gute Erinnerungen: Im Vorjahr legte sie mit starken Leistungen den Grundstein für ihren Gesamtweltcupsieg. Die Strecke liegt ihr: Kurze Anstiege, schnelle Abfahrten – ideal für ihre Laufstärke. „Ich hoffe, dass der Groschen endlich fällt“, sagt sie selbstbewusst.

Das Programm verspricht Spannung pur: Mittwoch startet die Damen-Staffel (4×6 km), in der Preuß als Ankerfrau antreten könnte – die deutsche Staffel verteidigt ihren Titel von 2025. Freitag folgt der 7,5-km-Sprint der Frauen, Samstag die Verfolgung und Massenstarts. Zehntausende Fans füllen die Chiemgau Arena, die Stimmung wird elektrisierend sein. Das deutsche Team ist stark besetzt: Neben Preuß laufen Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Selina Grotian und Sophia Schneider. Bei den Männern fehlt Philipp Horn krankheitsbedingt, Danilo Riethmüller rückt nach.

Warum das jetzt alle bewegt: Der Druck ist enorm – Ruhpolding ist der letzte große Test vor Olympia. Wer hier glänzt, geht mit breiter Brust nach Italien. Preuß, die in dieser Saison noch auf ihr erstes Einzel-Podium wartet, spürt die Formkurve steigen. Nach Oberhof, wo sie läuferisch besser wurde und nur durch einen Schießfehler zu viel zurückfiel, könnte der Heimvorteil den Unterschied machen. Die Fans hoffen auf ein Spektakel: Perfektes Schießen, starke Loipe und Jubel in den Tribünen. ZDF überträgt live, mit Denise Herrmann-Wick als Expertin – die Übertragungen starten ab Mittwochmittag.

Das Heimspiel hat weitreichende Bedeutung: Für Preuß persönlich ist es die Chance, mentale Stärke zu beweisen und den Olympia-Traum zu nähren. Für das Team geht es um letzte Qualifikationspunkte und Momentum. Die Biathlon-Welt schaut nach Bayern – auf eine Athletin, die trotz Rückschlägen immer kämpft und in ihrer Heimat aufblüht. Ruhpolding wird zeigen, ob „der Groschen fällt“ und ob Franziska Preuß mit neuem Selbstvertrauen in die Spiele geht. Die nächsten Tage entscheiden – und die ARMY der Biathlon-Fans zählt die Sekunden bis zum Start.