Bei der SpVgg Greuther Fürth ist Anfang Dezember 2025 ein bedeutender Umbruch auf der Trainerposition erfolgt. Nach der jüngsten Niederlage gegen den VfL Bochum hat der Zweitligist Konsequenzen gezogen und sich von Cheftrainer Thomas Kleine sowie seinen beiden Co-Trainern Milorad Pekovic und Marco Konrad getrennt. Die Vereinsführung reagiert damit auf eine sportlich prekäre Lage und setzt künftig auf Heiko Vogel als neuen Chefcoach, der gemeinsam mit einem neu formierten Trainerteam die Wende schaffen soll.
Trennung nach anhaltender sportlicher Talfahrt
Sportdirektor Stephan Fürstner begründete die Entscheidung mit der fehlenden sportlichen Entwicklung in der laufenden Saison. Zwar habe Thomas Kleine in der vergangenen Spielzeit maßgeblich dazu beigetragen, den Verein trotz einer schwierigen Phase in der Liga zu halten, jedoch sei es in dieser Saison nicht gelungen, „wiederkehrende Fehler abzustellen und notwendige Punkte zu holen“, so Fürstner. Der Klub sehe sich deshalb gezwungen, einen neuen Impuls zu setzen, um die Mannschaft zurück auf die Erfolgsspur zu bringen.
Fürth befindet sich nach mehreren enttäuschenden Ergebnissen erneut im Kampf gegen den Abstieg. Die zuletzt gezeigte Leistung, insbesondere die Niederlage gegen Bochum, war der ausschlaggebende Punkt für den Trainerwechsel. Fürstner dankte dem bisherigen Trainerteam ausdrücklich für seinen Einsatz und betonte Kleines Verdienste in der Vorsaison.
Kleine zeigt sich enttäuscht, bleibt aber optimistisch
Thomas Kleine äußerte sich nach seiner Freistellung enttäuscht, aber fair. Er habe die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen und gemeinsam mit dem Team den Klassenerhalt geschafft. Er sei überzeugt gewesen, dass man dieses Kunststück auch in der aktuellen Saison wiederholen könne. „Ich hatte die maximale Zuversicht, dass wir es wieder gemeinsam geschafft hätten“, erklärte Kleine. Den Weg hätte er gerne weitergegangen, doch er respektiere die Entscheidung des Vereins.
Kleine nutzte die Gelegenheit, der Mannschaft und dem Verein alles Gute zu wünschen und zeigte sich optimistisch, dass das Team sich selbst belohnen werde – idealerweise schon im kommenden Derby. Fürth verabschiedet seinen bisherigen Coach mit anerkennenden Worten und wünscht ihm sowie seinen beiden Co-Trainern alles Gute für die Zukunft.
Heiko Vogel übernimmt – ein erfahrener Coach mit Erfolgsbilanz
Mit Heiko Vogel präsentiert die Spielvereinigung einen Trainer mit umfangreicher Erfahrung und nachweislichen Erfolgen im Profifußball. Der 50-Jährige war zuletzt beim FC Basel aktiv und feierte dort sein wohl größtes sportliches Highlight: 2012 gewann er mit dem Schweizer Traditionsklub das Double.
Fürstner betont, dass Vogel sowohl im Profibereich als auch im Umgang mit jungen Talenten hervorragende Qualifikationen mitbringe. Man verspreche sich von ihm die Fähigkeit, klare Strukturen zu schaffen und die individuelle Entwicklung jedes Spielers zu fördern. Vogel selbst zeigt sich hochmotiviert. Beim Vertragsabschluss erklärte er: „Ich komme mit großer Vorfreude zur Spielvereinigung und will der Mannschaft helfen, wieder in die Erfolgsspur zu finden.“
Sein Vertrag läuft bis Sommer 2027 – ein deutliches Zeichen, dass der Verein langfristig mit ihm plant.
Neues Trainerteam an Vogels Seite
Das neue Trainerteam besteht aus zwei weiteren erfahrenen Fußballfachleuten: Danny Schwarz und Aleksandro Petrovic. Schwarz war zuvor Cheftrainer beim FC 08 Homburg, während Petrovic zuletzt den TSV Buchbach trainierte. Beide verfügen über fundierte Kenntnisse im deutschen Fußballsystem und sollen gemeinsam mit Vogel neue taktische und mentale Impulse setzen.
Fürstner lobt das neu formierte Trio als kompetent und engagiert. Der Neustart soll nicht nur kurzfristig sportliche Stabilität bringen, sondern auch mittel- bis langfristig die Weiterentwicklung der Mannschaft unterstützen.
Öffentliches Training und Derby vor der Brust
Bereits am Dienstag findet um 15 Uhr die erste Trainingseinheit unter dem neuen Trainerteam statt – und diese ist öffentlich zugänglich. Die Vereinsführung möchte damit Transparenz und Nähe zu Fans signalisieren, die in schwierigen Zeiten von großer Bedeutung ist.
Gleich am kommenden Wochenende wartet mit dem Derby ein besonders emotionales und sportlich wichtiges Spiel. Vogel kündigte an, dass er und sein Team sich „akribisch“ vorbereiten werden. Die Begegnung könnte unmittelbar zeigen, ob der Trainerwechsel den gewünschten Effekt bringt und das Kleeblatt wieder stabilisiert.
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