DFB-Pokal: FC Bayern schlägt Union Berlin 3:2 – Zwei Eigentore und starke Standards

DFB-Pokal FC Bayern schlägt Union Berlin

Der FC Bayern München hat am Mittwochabend mit einem 3:2 (3:1)-Erfolg beim 1. FC Union Berlin das Viertelfinale des DFB-Pokal erreicht. In einer intensiven, teils turbulenten Partie in der Alten Försterei profitierte der Rekordmeister von zwei Eigentoren der Berliner sowie einem Kopfballtreffer von Harry Kane. Trotz einer kämpferisch starken Union-Mannschaft und zwei verwandelten Elfmetern der Gastgeber setzte sich Bayern letztlich aufgrund seiner Effizienz bei Standards durch.

Ein perfekter Start – und ein ungewöhnlicher Spielverlauf

Die Begegnung begann mit hohem Tempo und frühem Druck der Münchner. Bereits in der Anfangsphase sorgte eine Ecke von Joshua Kimmich für das 1:0, nachdem Unions Abwehr den Ball ins eigene Tor lenkte. Das Tor gab den Münchnern zunächst Sicherheit – und legte den Grundstein für ein Spiel, das von ruhenden Bällen geprägt war.

Nur kurze Zeit später erhöhte Harry Kane per wuchtigem Kopfball nach einer weiteren Standardsituation auf 2:0. Union Berlin, das vor heimischer Kulisse alles in die Waagschale warf, steckte jedoch nicht auf. Ein Foul im Strafraum führte zum ersten Elfmeter des Abends, den die Gastgeber sicher zum Anschlusstreffer verwandelten.

Doch die Münchner brachen nicht ein: Ein erneuter Eckball, erneut von Kimmich geschlagen, führte zum zweiten Eigentor der Berliner – 3:1 für Bayern. Beide Teams gingen mit einer Mischung aus Risiko, Wille und Ungenauigkeiten im Spielaufbau in die Halbzeitpause.

Union kämpft sich zurück – doch Bayern hält stand

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Union die Intensität deutlich. Der Druck auf Bayerns Defensive wuchs, und nach einer ungestümen Aktion im Strafraum entschied der Schiedsrichter erneut auf Elfmeter. Wieder verwandelten die Gastgeber souverän – und plötzlich war das Spiel völlig offen.

Die Schlussphase entwickelte sich zum Pokalfight par excellence: Union drängte, Bayern verteidigte – und verpasste mehrfach die Chance, mit Kontern frühzeitig die Entscheidung herbeizuführen. Besonders Harry Kane und Jamal Musiala hatten klare Abschlussgelegenheiten, scheiterten aber an Unions Torwart oder an sich selbst.

Dennoch: Bayern brachte die Führung über die Zeit und sicherte sich damit das Ticket für das Viertelfinale. Eine spielerisch durchwachsene, aber mental starke Leistung.

Kimmich lobt Standards und Kampfgeist

Joshua Kimmich stand nach dem Spiel im Mittelpunkt. Seine präzisen Eckbälle führten zu zwei der drei Bayern-Tore und machten den Unterschied aus. Entsprechend selbstbewusst analysierte er die Bedeutung solcher Szenen:

„Der Pokal ist ein Wettbewerb, in dem Effizienz zählt. Unsere Standards haben das Spiel entschieden — auch wenn es nicht immer schön war.“

Zudem betonte Kimmich den Fokus der Mannschaft:

„Wenn wir im Pokal nach Berlin wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen. Wir wissen, was dieser Wettbewerb bedeutet.“

Diese Aussagen unterstrichen, wie ernst der FC Bayern den DFB-Pokal nach zuletzt wechselhaften Jahren wieder nimmt.

Kompany zufrieden – trotz vieler Schwächen

Auch Trainer Vincent Kompany wirkte nach dem turbulenten Auswärtssieg erleichtert. Der Belgier sprach von einem „physischen Kampf“ und lobte die Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft:

„Die zweite Halbzeit war ein Fight. Union hat alles reingeworfen, und wir mussten dagegenhalten. Das war nicht perfekt, aber es zeigt die richtige Mentalität.“

Kompany verwies außerdem darauf, dass sein Team aus solchen Spielen lernen müsse, insbesondere im Umgang mit Druck und Kontern:

„Wir hätten früher für Ruhe sorgen können. Aber entscheidend ist, dass wir im Pokal weiter sind.“

Bedeutung des Erfolgs

Der Sieg hat für die Münchner Signalwirkung. Nach den jüngsten Diskussionen um Formschwankungen und Defensivprobleme zeigt der Einzug ins Viertelfinale, dass die Mannschaft in entscheidenden Momenten liefern kann – auch wenn spielerisch noch Luft nach oben bleibt.

Für Union Berlin ist die Niederlage bitter: Zwei Eigentore und zwei gehaltene Elfmeter sprachen für eine kämpferische, aber unglückliche Leistung. Dennoch kann der Hauptstadtklub auf die Moral in der zweiten Halbzeit bauen.

Für den FC Bayern hingegen geht die Reise im Pokal weiter – und die Botschaft von Mannschaft und Trainer ist eindeutig: Der Weg soll ins Olympiastadion führen. Und dieser Sieg war ein wichtiger Schritt.

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