Deutschland – 30. Januar 2026 – Der Winter meldet sich in Deutschland noch einmal eindrucksvoll zurück: Am kommenden Wochenende strömt arktische Kaltluft aus Skandinavien über große Teile des Landes, bevor ab nächster Woche zunehmend milde Frühlingsluft Einzug hält. Die aktuelle Wetterlage verspricht eisige Nächte, Dauerfrost und anschließend eine markante Wetterwende.
Eisige Temperaturen am Wochenende
Aus dem hohen Norden drängt sehr kalte Luft nach Süddeutschland. Besonders in Ost- und Norddeutschland können die Temperaturen am Wochenende auf bis zu −15 Grad Celsius fallen. Regionen wie Vorpommern und das Vogtland werden besonders stark von der arktischen Kälte betroffen sein. Dort bleibt der Dauerfrost bis Anfang nächster Woche bestehen.
Meteorologen führen diese Kältewelle auf das Zusammenspiel eines blockierenden Hochs über Skandinavien und einer geschwächten Polarluftzirkulation zurück, wodurch kalte Luftmassen aus der Arktis leichter nach Süden gelangen können.
Was ist der Grund für die Kälte?
Die sogenannte „arktische Ausbreitung“ entsteht, wenn der Polarwirbel geschwächt oder gestört ist, was das normalerweise im Norden gebundene Kaltluftpaket weiter nach unten verschiebt. In Kombination mit Hochdruckgebieten über Russland oder Skandinavien kann diese Luft sogar bis nach Mitteleuropa gelangen.
Ein solcher Effekt wird als Arctic Outbreak bezeichnet – eine Wetterlage, bei der sehr kalte Luft aus polaren Regionen ungewöhnlich weit nach Süden vordringt. Dann sind auch in Deutschland teils zweistellige Minusgrade möglich.
Dauerfrost in weiten Landesteilen
Die kommenden Tage bleiben im Osten und Norden von Deutschland frostig. Besonders in tiefer gelegenen Regionen kann es nachts zu lang anhaltenden Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt kommen. In manchen Nächten sind im Osten sogar Werte um −15 °C oder tiefer möglich.
In Regionen mit Schnee kann der Frost verstärkt auftreten, da Schnee die Temperatur am Boden zusätzlich senkt und eine starke Abstrahlung der Kälte fördert.
Wetterumschwung in Sicht: Frühling kommt
Nach diesem letzten kräftigen Kälteausbruch zeichnet sich eine deutliche Wetterwende ab: Ab Anfang nächster Woche erreicht milde Luft aus dem Westen Deutschlands das Land. Besonders am Rhein und im Westen könnten die Temperaturen wieder auf über 10 Grad Celsius klettern. Selbst Werte bis etwa 12 Grad sind möglich. Sobald mildere Luftmassen dominieren, beginnt vielerorts die Schneeschmelze, vor allem in tieferen Lagen.
Das warme Wetter bleibt aber nicht unbedingt über Wochen stabil, da Unsicherheiten in der Wetterentwicklung bestehen bleiben. Der Polarwirbel-Split, also die Aufspaltung der polaren Luftzirkulation, kann zu einer erneuten Verschiebung der Winterluft führen, was spätere Fröste oder winterliches Wetter wieder wahrscheinlicher macht.
Was bedeutet das für die Menschen?
- Winterkleidung weiterhin nötig: Besonders im Osten und Norden sollte man sich auf eisige Temperaturen einstellen.
- Straßenverhältnisse: Dauerfrost und Schnee können Strecken vereist halten – Vorsicht im Straßenverkehr ist geboten.
- Frühling naht: Wer im Westen lebt, kann nächste Woche schon deutlich mildere Temperaturen erleben.
Fazit
Deutschland erlebt kurz vor Monatsende eine kräftige arktische Kältewelle mit Temperaturen bis zu −15 °C, bevor ab nächster Woche milde Luftmassen aus Westen für einen spürbaren Temperaturanstieg sorgen. Die Entwicklung bleibt aufgrund atmosphärischer Strömungen wie dem Polarwirbel-Split jedoch dynamisch und teilweise unsicher.
