Livigno, Italien – Die Snowboard-Halbpipe-Qualifikation der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina wurde am Mittwoch von einem dramatischen Zwischenfall überschattet. Die chinesische Snowboard-Legende Liu Jiayu erlitt bei ihrem zweiten Lauf einen schweren Sturz und musste anschließend medizinisch versorgt und aus dem Wettkampfgelände gebracht werden.
Heftiger Sturz bei Qualifikation – Minutenlange Sorge um Liu Jiayu
Die 33-jährige Liu Jiayu, Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von PyeongChang 2018 und mehrfache Weltmeisterin, war während der Frauen-Halfpipe-Qualifikation im Livigno Snow Park im Einsatz. Beim Versuch eines technisch anspruchsvollen Tricks verlor sie gegen Ende ihres zweiten Laufs die Kontrolle und stürzte schwer. Ihr Snowboard verfing sich beim Landen, wodurch sie mit dem Kopf und Oberkörper auf die Schneeoberfläche aufschlug und regungslos liegen blieb.
Augenzeugen berichten, dass der Sturz das Publikum und die anderen Athletinnen schockierte, bevor Rettungskräfte schnell reagierten und Liu mehrere Minuten vor Ort medizinisch betreuten. Die Qualifikation wurde kurzzeitig unterbrochen, während Ärzte und Betreuer zur Stelle waren.
Abtransport und medizinische Erstversorgung
Nach der Erstversorgung in der Halfpipe wurde Liu Jiayu auf einem Rettungsschlitten sicher aus dem Wettkampfgelände transportiert und zur weiteren Untersuchung in eine medizinische Einrichtung gebracht. Erste offizielle Untersuchungen deuteten darauf hin, dass keine Verletzungen an der Halswirbelsäule vorliegen. Die Verletzungen wurden vor allem im Kopf- und Nackenbereich vermutet, weshalb sie dort behandelt wurde.
Ein Sprecher des chinesischen Snowboard-Teams bestätigte, dass Liu bei Bewusstsein war, nachdem sie vom Veranstaltungsort abtransportiert wurde, und dass weitere medizinische Auswertungen folgen.
Zweiter schwerer Unfall im Snowboard-Bereich
Liu Jiayus Sturz kam nur wenige Tage nach einem weiteren schweren Sturz eines australischen Snowboarders im Training. Der Australier erlitt zwei stabile Halswirbelfrakturen und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Mailand geflogen.
Diese Reihe von Ereignissen verdeutlicht die hohen Risiken, die mit den anspruchsvollen Disziplinen im Snowboard-Wettbewerb verbunden sind – selbst für erfahrene Profis und Olympioniken.
Liu Jiayu bei Olympia 2026 – Karriere und Erfolge
Liu Jiayu zählt zu den bekanntesten Snowboard-Sportlerinnen weltweit. Die Chinesin trat bereits bei fünf Olympischen Winterspielen an und errang dabei 2018 in PyeongChang die Silbermedaille im Halfpipe-Wettbewerb. Zudem gewann sie 2019 den Weltmeistertitel und etablierte sich über Jahre als feste Größe im internationalen Snowboard-Zirkus.
Ihr unerwarteter Sturz kurz vor dem Finale hat bei Fans und Sportlern weltweit Besorgnis ausgelöst.
Reaktionen aus der Snowboard-Szene
Der Zwischenfall wurde auch von anderen Athletinnen und Beobachtern begleitet. Einige Konkurrentinnen äußerten Mitgefühl und Unterstützung für Liu, während die Zuschauer im Livigno Snow Park nach dem Vorfall minutenlang schweigend warteten.
Unterdessen setzte sich der Wettbewerb fort, und einige Athletinnen, darunter Spitzensportlerinnen wie Chloe Kim aus den USA, qualifizierten sich erfolgreich für das Finale.
Ausblick und Gesundheitsupdate
Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine detaillierten medizinischen Informationen über den genauen Zustand von Liu Jiayu vor, doch die bisherigen Untersuchungen deuten darauf hin, dass keine ernsthaften Schäden an der Halswirbelsäule festgestellt wurden. Sie wird weiterhin medizinisch überwacht und behandelt, bevor weitere Aussagen zum weiteren Verlauf ihrer Teilnahme an den Olympischen Spielen gemacht werden.
Fans und Sportbegeisterte hoffen nun auf gute Nachrichten für die erfahrene Snowboarderin, die nach Jahrzehnten an der Weltspitze eine tragische Wendung in ihrer olympischen Laufbahn erlebt hat.
Zusammenfassung – Was jetzt wichtig ist
- Liu Jiayu stürzte schwer in der Halfpipe-Qualifikation der Olympischen Winterspiele 2026 in Livigno.
- Sie wurde medizinisch versorgt und per Rettungsschlitten abtransportiert.
- Erste Untersuchungen zeigten keine Verletzungen an der Halswirbelsäule.
- Die erfahrene Olympionikin bleibt weiterhin in ärztlicher Beobachtung.
