Datum: 11. Februar 2026
Von: Redaktion
Am Mittwoch sorgt ein bundesweiter Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Nahverkehr in Bayern und Hamburg für massive Einschränkungen. U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse fallen in mehreren Städten nahezu komplett aus. Pendler müssen auf alternative Verkehrsmittel ausweichen, Fahrgemeinschaften bilden oder auf Homeoffice zurückgreifen.
Bayern: München, Nürnberg und Bayreuth besonders betroffen
In München startet der Warnstreik um 3:30 Uhr und dauert 24 Stunden. Die U-Bahn bleibt ganztägig still, mit einer Ausnahme zwischen Marienplatz und Fröttmaning ab 17:30 Uhr wegen des DFB-Pokalspiels FC Bayern gegen RB Leipzig. Tram-Linien wie die 20 und 25 fahren eingeschränkt im 20-Minuten-Takt bis 10 Uhr.
In Nürnberg sind alle U-Bahnen und Straßenbahnen betroffen. Ein Ersatznetz aus 16 Buslinien fährt sternförmig ab dem Hauptbahnhof, ab circa 5 Uhr im Halbstundentakt. Das KundenCenter am Hauptbahnhof bleibt geschlossen.
Bayreuth erlebt den Streik an zwei Tagen in Folge. Fast alle Stadtbusse bleiben stehen, Partnerunternehmen sorgen für ein reduziertes Grundangebot. Fahrgäste müssen mit Verzögerungen und hoher Auslastung rechnen.
Laut Verdi handelt es sich um einen Warnstreik, um Druck auf die Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Weitere Aktionen sind bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 13. Februar nicht geplant.
Hamburg: Massive Einschränkungen im Busverkehr
Auch in Hamburg fallen zahlreiche Buslinien aus. Betriebshöfe wie Volkspark, Schenefeld, Quickborn, Elmshorn und Norderstedt sind bestreikt. Östliche Stadtteile und einige Buslinien in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg bleiben jedoch im Betrieb.
Pendler sollten sich auf erhebliche Verzögerungen einstellen und Fahrpläne vorher prüfen. Die S-Bahnen, Regionalzüge und Regionalbusse verkehren regulär.
Auswirkungen auf den Straßenverkehr
In München kommt es auf wichtigen Verkehrsachsen wie dem Isarring, der Tegernseer Landstraße, dem Luise-Kieselbach-Platz und dem Georg-Brauchle-Ring zu Staus. Auch Nürnberg und Bayreuth melden erhöhte Verkehrsbelastung auf Zu- und Abfahrten zu den Autobahnen.Die Verkehrsbetriebe raten, alternative Verkehrsmittel zu nutzen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder im Homeoffice zu arbeiten.
Tipps für Pendler
- Prüfen Sie aktuelle Fahrplandaten über Apps und Websites der Verkehrsbetriebe.
- Nutzen Sie S-Bahnen, Regionalzüge und Regionalbusse, die nicht vom Streik betroffen sind.
- Planen Sie mehr Zeit für den Arbeitsweg ein oder arbeiten Sie mobil von zu Hause.
- Bei Sport- oder Kulturveranstaltungen informieren Sie sich über Shuttlebusse oder Sonderverbindungen.
Ausblick
Die Tarifverhandlungen zwischen den kommunalen Arbeitgebern und Verdi laufen am Freitag, 13. Februar, weiter. Ob weitere Streiks folgen, hängt von den Ergebnissen der Gespräche ab.
Fazit: Der Warnstreik der Verdi trifft heute tausende Pendler in Bayern und Hamburg hart. Wer nicht auf den öffentlichen Nahverkehr verzichten kann, sollte frühzeitig planen und alternative Routen prüfen, um größere Verzögerungen zu vermeiden.
