Tumbler Ridge / British Columbia, Kanada – 11. Februar 2026 – Eine schwere Schießerei an der Tumbler Ridge Secondary School in der abgelegenen Gemeinde Tumbler Ridge im kanadischen Bundesstaat British Columbia hat am Dienstag mindestens 10 Menschenleben gefordert, darunter auch den mutmaßlichen Täter. Mehr als zwei Dutzend weitere Personen wurden verletzt und medizinisch versorgt. Die Tragödie gilt als eine der tödlichsten Schul‑Amoktaten in der jüngeren Geschichte Kanadas.
Was Passierte bei dem Tumbler Ridge Shooting
Die Polizei der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) erhielt gegen 13:20 Uhr Ortszeit den ersten Notruf über einen aktiven Schützen an der Tumbler Ridge Secondary School, die Schüler von der 7. bis 12. Klasse beherbergt. Sofort wurde ein „Active Shooter Alert“ ausgegeben, und Bewohner der rund 2 400 Einwohner zählenden Kleinstadt wurden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben und Türen zu verriegeln.
Bei ihrem Eingreifen fanden Einsatzkräfte sechs Tote im Schulgebäude, darunter auch die Person, die als mutmaßlicher Täter identifiziert wird und offenbar durch eine selbst zugefügte Verletzung starb. Zwei weitere Menschen wurden in einem nahegelegenen Wohnhaus tot aufgefunden, das mit dem Angriff in Verbindung steht, und eine weitere Person starb auf dem Weg ins Krankenhaus.
Insgesamt wurden mindestens 27 Menschen verletzt, darunter zwei in lebensbedrohlichem Zustand, die per Rettungshubschrauber in spezialisierte Krankenhäuser gebracht wurden. Alle übrigen Schüler und Lehrkräfte konnten sicher aus dem Gelände evakuiert werden, bevor die Sperrung aufgehoben wurde.
Tumbler Ridge: Eine Gemeinschaft im Schockzustand
Die Schießerei hat die enge Gemeinschaft von Tumbler Ridge zutiefst erschüttert. Lokale Behörden bestätigten, dass sowohl die weiterführende Schule als auch die Grundschule für den Rest der Woche geschlossen bleiben, während Beratungs‑ und Unterstützungsangebote für Familien und Schüler bereitgestellt werden.
Der kanadische Premierminister Mark Carney zeigte sich „am Boden zerstört“ über das Massaker und sagte, er stehe in Gedanken bei den Betroffenen. Carney sagte, er verschiebe geplante Reisen, darunter seine Teilnahme an einer internationalen Sicherheitskonferenz in München, um sich voll auf die Unterstützung der Gemeinde und der Opfer konzentrieren zu können.
Auch der Premier von British Columbia, David Eby, bezeichnete die Schießerei als „unvorstellbare Tragödie“ und versprach, dass der Staat betroffenen Familien und Überlebenden weiterhin beistehen werde.
Reaktionen, Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die RCMP hat erklärt, keine weiteren aktiven Verdächtigen zu suchen und sieht derzeit keine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit. Ermittler überprüfen weiterhin Zusammenhänge zwischen dem Wohnhaus, in dem zwei der Opfer gefunden wurden, und dem Täter.
Die Identität des Täters und das Motiv hinter der Tat wurden noch nicht öffentlich gemacht, da die Ermittlungen andauern und Schutz der Privatsphäre der Opfer und Beteiligten Priorität haben.
Historische Einordnung: Seltene, aber verheerende Tat in Kanada
Massenschießereien sind in Kanada selten, was auf strenge Waffengesetze zurückgeführt wird. Dennoch zählt dieser Vorfall zu den schwersten Schulgewalttaten des Landes seit Jahrzehnten, vergleichbar mit früheren Fällen wie dem Amoklauf an der École Polytechnique 1989 oder dem Nova‑Scotia‑Massaker 2020.
Unterstützung für Betroffene und Bevölkerung
Nach der Tat richteten Behörden mehrere Hilfsangebote für psychologische Unterstützung ein und betonten, dass Familien und Gemeindemitglieder geschultes Personal zur Verfügung steht, um durch diese traumatische Zeit zu kommen.
