Berlin und die umliegenden Regionen müssen sich auf dichten Schneefall einstellen. Meteorologen warnen vor bis zu 12 Zentimetern Neuschnee, der vor allem in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fallen soll. Bereits ab etwa 1 Uhr morgens zieht ein Schneeband von Tschechien über Sachsen, Brandenburg bis ins südliche Mecklenburg-Vorpommern. Berlin liegt dabei mitten im Zentrum der Schneefälle.
Dr. Karsten Brandt, Klimatologe und Gründer von Donnerwetter.de, erklärt: „In Berlin ist mit starkem Schneefall zu rechnen. Das bedeutet am Morgen vor allem eines: Schnee schippen!“
Gefährliche Straßenverhältnisse
Der Neuschnee kann die Straßen und Wege in spiegelglatte Rutschbahnen verwandeln. Vor allem gefrorene Böden verstärken die Gefahr von Glätte und Unfällen. Bereits in den vergangenen Tagen führten Eisregen und überfrierende Nässe in Norddeutschland zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Nacht eine Unwetterwarnung für einen Streifen von Dresden bis zur Ostsee herausgegeben. Dort kann der Schneefall teilweise in Regen übergehen, der auf gefrorenem Boden sofort gefriert.
Schnee auch in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern
Nicht nur Berlin, auch die umliegenden Bundesländer müssen mit Neuschnee rechnen. Laut Prognose fällt in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein leichter Schneefall von ein bis fünf Zentimetern. Dieser kommt mit feuchter, milderer Luft, die kurzzeitig die eisige Kaltluft verdrängt und die Temperaturen leicht ansteigen lässt.
Wettertrend im Südwesten und Westen
Während im Osten Deutschlands Schnee und Glätte vorherrschen, zeigt sich der Südwesten milder. Im Breisgau können die Temperaturen auf bis zu 10 Grad steigen. Auch in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen bleibt es größtenteils trocken, mit vereinzelten Auflockerungen. In der Nacht zum Freitag können im Norden noch vereinzelte Schneefälle auftreten, während Mitte und Süden vorübergehend sonnigere Abschnitte erleben.
Auswirkungen auf den Alltag
Der Schneefall wird den Verkehr in Berlin und Umgebung stark beeinflussen. Pendler und Autofahrer sollten ausreichend Zeit einplanen, Winterreifen nutzen und vorsichtig fahren. Zudem kann der dichte Schnee auf Gehwegen und Straßen das Gehen und Radfahren erschweren.
Auch Schulen und öffentliche Einrichtungen müssen mit Verzögerungen oder kurzfristigen Schulausfällen rechnen. Dr. Brandt betont: „Die Kombination aus Neuschnee und gefrorenem Untergrund macht die Straßen besonders rutschig. Vorsicht ist geboten!“
Blick auf die Spree: Erste Eisdecke bildet sich
Die winterlichen Bedingungen lassen die Spree in Teilen Berlins bereits zufrieren. Erste Eisflächen wurden bereits gesichtet, was die winterliche Stimmung der Hauptstadt unterstreicht. Spaziergänger sollten jedoch vorsichtig sein, da die Eisdecke noch nicht tragfähig ist.
Empfehlung der Meteorologen
- Auto fahren nur mit Winterreifen
- Gehwege freihalten und Schnee schippen
- Vorsichtig auf spiegelglatten Straßen
- Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wenn möglich
Fazit
Berlin erlebt in den kommenden Tagen eine deutliche Verschärfung der Winterbedingungen. Mit bis zu 12 Zentimetern Neuschnee, spiegelglatten Straßen und ersten Eisflächen auf der Spree sollten Bewohner besonders vorsichtig sein. Während der Südwesten milder bleibt, bringt der Osten Deutschlands Schneechaos mit sich. Meteorologen empfehlen, den Wetterverlauf aufmerksam zu verfolgen und sich entsprechend vorzubereiten.
