Ex-Praktikant fordert sechsstellige Summe nach Transfer von Said El Mala zum 1. FC Köln

el mala köln

Köln, 4. Februar 2026 – Der Transfer von Said El Mala zum 1. FC Köln sorgt nicht nur auf dem Platz für Schlagzeilen, sondern jetzt auch vor Gericht. Ein ehemaliger Praktikant der Geißböcke fordert eine sechsstellige Provision – jedoch nicht vom FC selbst, sondern vom früheren Verein Viktoria Köln.

Hintergrund: Der Transfer von Said El Mala

Said El Mala, 19 Jahre alt, gilt als eines der vielversprechendsten Talente des 1. FC Köln. Bereits im Winter 2026 zeigte der Premier-League-Club Brighton & Hove Albion erneut Interesse an dem jungen Offensivspieler. Angeblich boten die Engländer bis zu 30 Millionen Euro als Sockelablöse plus Boni, ein Angebot, das der FC nach Rücksprache mit dem Vorstand ablehnte.

Hinter den Kulissen gibt es jedoch einen juristischen Streit, der den Sommer-Transfer von Viktoria Köln zum FC betrifft. Im Sommer 2024 hatte Viktoria Köln El Mala für rund 350.000 Euro an die Geißböcke verkauft, ihn jedoch noch ein Jahr ausgeliehen, bevor er endgültig zum FC wechselte.

Der Ex-Praktikant als Tippgeber

Brisant ist die Rolle von Abdenour Amachaibou, einem ehemaligen Profi und Ex-Praktikanten im Scouting des 1. FC Köln. Amachaibou behauptet, dass er den entscheidenden Tipp für El Mala gegeben habe. Laut seiner Darstellung rief er Christian Keller, damaliger Sportchef des FC, an und wies auf das Talent bei Viktoria Köln hin.

Christian Keller selbst bestätigte mehrfach öffentlich, dass ein Bekannter ihm den Hinweis auf El Mala gab: „Mich hat ein Bekannter angerufen. Ein paar Kilometer von dir spielt ein Spieler, den musst du dir anschauen“, sagte Keller bei Sky. Daraufhin wurde El Mala gescoutet und schließlich verpflichtet.

Juristischer Streit um Provision

Amachaibou fordert nun eine sechsstellige Summe vom Amtsgericht Köln, allerdings nicht vom FC Köln, sondern von Viktoria Köln. Der ehemalige Profi argumentiert, dass er als Tippgeber maßgeblich an der Entdeckung und Verpflichtung von El Mala beteiligt war. Die Geißböcke selbst sind in dem Verfahren nur als Zeugen involviert.

Zu Details wie dem genauen Zeitraum seines Praktikums oder dem Zeitpunkt der Tippgabe gibt es bislang keine offiziellen Angaben. Klar ist jedoch: Die Forderung hat sowohl den ehemaligen Verein Viktoria Köln als auch die Rechtsabteilungen der Clubs in Alarmbereitschaft versetzt.

Reaktionen aus der Fußballszene

Der Fall sorgt in der Bundesliga für Aufsehen, da er Fragen zu Provisionsansprüchen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Talent-Scouting aufwirft. Es ist ungewöhnlich, dass ein Ex-Praktikant eine direkte finanzielle Beteiligung an einem Spielertransfer fordert, insbesondere gegenüber einem früheren Klub.

Insider sehen den Fall als Präzedenzfall: „Es könnte in Zukunft häufiger zu ähnlichen Forderungen kommen, wenn Tippgeber ihre Rolle nach einem Transfer geltend machen wollen“, erklärt ein erfahrener Sportanwalt.

Zusammenfassung: Was dieser Fall bedeutet

  • Said El Mala wechselte im Sommer 2025 endgültig vom Viktoria Köln zum 1. FC Köln.
  • Brighton & Hove Albion zeigte erneut Interesse im Januar 2026, Angebote wurden vom FC abgelehnt.
  • Abdenour Amachaibou, Ex-Praktikant beim 1. FC Köln, fordert nun eine sechsstellige Provision von Viktoria Köln.
  • Die Geißböcke sind Zeugen im Verfahren, nicht direkt beteiligt.
  • Der Fall könnte zu einer Neubewertung von Provisionsansprüchen im Profifußball führen.