Neuer Trainerfavorit bei Werder Bremen: Daniel Thioune in Gesprächen als Steffen‑Nachfolger

daniel thioune

Nach der überraschenden Entlassung von Horst Steffen läuft beim Bundesliga‑Club SV Werder Bremen die Suche nach einem neuen Cheftrainer auf vollen Touren. Nach mehreren Absagen bei anderen Kandidaten rückt nun Daniel Thioune als möglicher Nachfolger in den Fokus der Grün‑Weißen.

Der Trainerwechsel bei Werder – Hintergründe und aktueller Stand

Der SV Werder Bremen hatte sich nach einer Serie von zehn sieglosen Bundesliga‑Spielen am Wochenende von Trainer Horst Steffen getrennt. Die sportliche Führung traf die Entscheidung, um einen neuen Impuls im Abstiegskampf zu setzen. Werder steht derzeit in der Tabelle auf einem Abstiegsplatz und braucht dringend Punkte, um die Klasse zu halten.

Ursprünglich galten die beiden dänischen Trainer Bo Svensson und Bo Henriksen als klare Favoriten für den Posten. Beide Absagen stellten den Verein vor große Herausforderungen bei der Suche nach einem externen Nachfolger für Steffen.

Warum Daniel Thioune aktuell top im Rennen ist

Nach mehreren Absagen anderer Kandidaten haben die Verantwortlichen in Bremen offenbar ihre Prioritäten neu gesetzt. Der 51‑jährige Daniel Thioune – zuletzt bei Fortuna Düsseldorf tätig – führt Medienberichten zufolge derzeit die interne Rangliste an und steht kurz vor einer Einigung.

Thioune bringt eine Mischung aus Erfahrung im Abstiegskampf und solider Trainerarbeit mit. Unter anderem war er bereits Cheftrainer beim Hamburger SV sowie bei Fortuna Düsseldorf, wo er die Mannschaft in der 2. Bundesliga in die Tabellenmittelfeldposition führte und nur knapp am Aufstieg scheiterte.

Trotz eines laufenden Vertrags bei Düsseldorf bis 2028 wäre ein Wechsel offenbar möglich. Aufgrund der Vertragslage dürfte nur eine geringe Ablösesumme fällig werden, da Düsseldorf vor allem von der Gehaltsersparnis profitieren würde.

Sport‑Geschäftsführer Clemens Fritz bestätigte, dass die Gespräche positiv verlaufen und es möglich sei, dass der neue Trainer bereits am kommenden Wochenende auf der Werder‑Bank sitzt.

Herausforderungen für den neuen Coach

Wenn Thioune tatsächlich den Trainerposten übernimmt, wartet auf ihn eine schwierige Aufgabe: Der SV Werder Bremen steht mit 19 Punkten stark im Abstiegskampf und musste zuletzt zehn Spiele in Folge ohne Sieg bestreiten. Die kommenden Aufgaben gegen Teams wie SC Freiburg und Bayern München gelten als weitere ernsthafte Prüfungen für jeden neuen Trainer.

Die Interimstrainer Raphael Duarte und Christian Groß, die nach Steffens Entlassung die Mannschaft betreuen, verfügen bisher über keine nennenswerte Erfahrung als Cheftrainer auf Bundesliga‑Niveau. Die Vereinsführung setzt daher auf eine externe Lösung mit Erfahrungen im Profifußball.

Alternativen und mögliche Szenarien

Obwohl Thioune zurzeit als Favorit gilt, ist der Wechsel noch nicht offiziell bestätigt. Andere Namen wie Martin Demichelis wurden ebenfalls genannt, bleiben aber offenbar weniger wahrscheinlich. Intern wurde auch über erfahrene „Feuerwehrtrainer“ wie Dieter Hecking spekuliert, doch diese Optionen gelten derzeit nicht als Hauptlösung.

Fazit

Nach dem holprigen Start in die Saison und dem Rückschlag bei der Trainersuche mit mehreren Absagen steht Daniel Thioune derzeit im Mittelpunkt der Planungen von Werder Bremen. Sollte der 51‑jährige Coach tatsächlich unterschreiben, würde er vor einer anspruchsvollen Mission stehen: den Klassenerhalt für die Norddeutschen zu sichern und die Mannschaft aus der sportlichen Krise zu führen. Eine Entscheidung könnte bereits noch in dieser Woche fallen.