Herning (Dänemark), 1. Februar 2026 – Die deutsche Handballnationalmannschaft hat im Finale der Europameisterschaft 2026 eine starke Leistung gezeigt, musste sich aber dem Gastgeber Dänemark mit 27:34 geschlagen geben. Trotz einer Weltklasse-Leistung von Torwart Andreas Wolff reichte es nicht zum Titelgewinn.
Harte Finalniederlage gegen Handball-Macht Dänemark
Im packenden Endspiel vor rund 15.000 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen in Herning war die DHB-Auswahl das gesamte Spiel über gefordert. Deutschland hielt gut mit und zeigte phasenweise eine starke Leistung, doch am Ende setzte sich der Topfavorit aus Dänemark mit einem deutlichen Ergebnis durch.
Die dänische Mannschaft, amtierender Olympiasieger und Weltmeister, gewann das Spiel verdient und krönte sich zum Europameister 2026. Der 34:27-Sieg markiert für Dänemark den dritten kontinentalen Titel nach 2008 und 2012.
Matchverlauf: Hoffnung und Wendepunkt
Deutschland startete mutig in das Finale und hielt über weite Strecken gut mit den Gastgebern mit. Zur Halbzeit lagen die Deutschen nur knapp zurück, doch nach der Pause zogen die Dänen kontinuierlich davon. Eine entscheidende Phase des Spiels war, als Deutschland durch zwei Rote Karten erheblich geschwächt wurde – ein Wendepunkt, der den Dänen erlaubte, sich entscheidend abzusetzen.
Trotz des Rückstands kämpfte die deutsche Mannschaft bis zum Schlusspfiff, konnte aber nicht mehr entscheidend verkürzen.
Andreas Wolff: Weltklasse-Leistung trotz Niederlage
Torwart Andreas Wolff zeigte erneut seine Qualitäten und parierte viele schwierige Bälle – eine Leistung, die bei Fans und Experten Begeisterung auslöste. Nach dem Spiel zeigte sich Wolff zwar enttäuscht, richtete aber den Blick nach vorne und betonte den positiven Turnierverlauf für die Mannschaft.
Die starke Leistung des Keepers und der restlichen Teamspieler unterstrich, wie weit sich das deutsche Team seit der letzten EM-Titelverteidigung 2016 entwickelt hat.
Das DHB-Team auf dem Weg zurück zur Weltspitze
Obwohl die Niederlage schmerzt, steht Deutschland mit der Silbermedaille bei der Handball-EM 2026 für ein erfolgreiches Turnier. Nach einem starken Halbfinalsieg gegen Kroatien und mehreren überzeugenden Auftritten in früheren Phasen des Wettbewerbs zeigte sich die Mannschaft als ernstzunehmender Gegner auf höchstem Niveau.
Bundestrainer Alfred Gíslason hat das Team weiterentwickelt und insbesondere junge Spieler in Schlüsselrollen eingebunden. Die Silbermedaille ist ein wichtiger Schritt in der langfristigen Entwicklung des deutschen Handballs.
Blick nach vorne: Heim-WM 2027 im Fokus
Nach dem Turnierende richtet sich der Blick schon auf die Handball-Weltmeisterschaft 2027, die in Deutschland stattfinden wird. Die Leistung im Finale und im gesamten Turnierverlauf macht Mut, dass die deutsche Mannschaft dort erneut um den Titel mitspielen kan
Fazit
Die EM-Finalniederlage gegen Dänemark ist trotz einer starken deutschen Vorstellung ein deutlicher Rückschlag. Doch Wolfss herausragende Leistung, der Kampfgeist der Mannschaft und die Silbermedaille zeigen, dass Deutschland wieder in der europäischen Spitze angekommen ist. Die Konzentration richtet sich nun auf kommende Herausforderungen – besonders die Heim-WM 2027.
