Neue Epstein‑Akten belasten US‑Handelsminister: Howard Lutnick plante Besuch auf Epstein‑Insel

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Washington, D.C. – 31. Januar 2026 – In einer neuen Welle von Dokumenten, die vom US‑Justizministerium veröffentlicht wurden, tauchen hochrangige Namen aus Politik und Wirtschaft im Zusammenhang mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf. Besonders brisant: Trump‑Handelsminister Howard Lutnick soll 2012 einen Besuch auf Epsteins privater Insel geplant haben – Jahre nachdem er öffentlich erklärt hatte, den Kontakt zu Epstein abgebrochen zu haben.

Epstein‑Akten: Millionen Dokumente geben Einblick

Im Rahmen des sogenannten Epstein Files Transparency Act hat das Justizministerium einen massiven Schwung interner Akten veröffentlicht, darunter mehr als 3 Millionen Seiten Korrespondenz, Bilder und Videos. Die Veröffentlichung soll mehr Transparenz über Epsteins weit verzweigtes Netzwerk liefern.

Unter den Namen, die in den Dokumenten auftauchen, sind neben Prominenten und Politikern auch hochrangige Amtsträger. Zu den enthüllten Kontakten gehören u. a. Steve Bannon, Elon Musk und eben Howard Lutnick, der derzeit als US‑Handelsminister dient.

Lutnick plante Inselbesuch trotz früherer Distanzierung

Laut den neu veröffentlichten E‑Mails aus dem Jahr 2012 schrieb Lutnick – damals CEO des Finanzunternehmens Cantor Fitzgerald – an Epstein, dass er mit seiner Familie, Freunden und Kindern im Karibikurlaub sei und fragte nach Plänen für ein Treffen oder Abendessen auf Little St. James, Epsteins privater Insel. Die Korrespondenz schlägt ein gemeinsames Mittagessen vor.

Epstein’s langezeitige Assistentin bestätigte später in einer Nachricht an Lutnick: „Nice seeing you“, was darauf hindeutet, dass das Treffen tatsächlich stattgefunden haben könnte.

Dies steht in starkem Widerspruch zu früheren Aussagen Lutnicks, wonach er den Kontakt zu Epstein nach einem unangenehmen Besuch im Jahr 2005 abgebrochen habe. In einem Interview erklärte er, er und seine Frau seien nach einem Besuch von Epsteins Zuhause „so schnell wie möglich gegangen“ und hätten beschlossen, nie wieder Zeit in seiner Nähe zu verbringen.

Kontext: Lutnick, Trump und Epstein

Howard Lutnick, ein langjähriger Geschäftsmann und ehemaliger Nachbar Epsteins in Manhattan, trat im Jahr 2025 als US‑Handelsminister in der Regierung von Präsident Donald Trump an. Seit seiner Ernennung hat er wiederholt betont, keinerlei fortgesetzte Beziehungen zu Epstein gehabt zu haben.

Trotz dieser öffentlichen Distanzierung legen die neuen E‑Mails nahe, dass seine Kontakte zu Epstein länger und ausführlicher waren als zuvor dargestellt. Neben der Insel‑Korrespondenz enthalten die Akten Hinweise auf weitere Interaktionen über Jahre hinweg, darunter Gegenseitigkeiten bei politischen Veranstaltungen.

Weitere prominente Namen in den Akten

In den veröffentlichten Akten sind auch weitere bekannte Persönlichkeiten erwähnt:

  • Elon Musk – Emails zeigen Gespräche über mögliche Besuche auf Epsteins Insel, die Musk offenbar ablehnte.
  • Steve Bannon – Im Austausch mit Epstein über politische und private Treffen.
  • Weitere prominente Namen und politische Figuren tauchen in Zusammenhang mit Epstein‑Korrespondenz auf.

Die Dokumente geben auch Einblicke in Epsteins Inhaftierung und Tod sowie in frühere Ermittlungen, darunter kommentierte Nachrichten und Aussagen aus Strafverfolgungsakten.

Reaktionen und offene Fragen

Bislang hat das Commerce Department keine ausführliche Stellungnahme zu den neuen Enthüllungen abgegeben. Offizielle Sprecher betonen, Lutnick habe nach seiner eigenen Darstellung nur begrenzte Interaktionen und nie Vorwürfe von Fehlverhalten erhalten.

Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Enthüllungen Fragen darüber aufwerfen, wie transparent hochrangige Regierungsmitglieder über frühere Kontakte zu Epstein waren – insbesondere angesichts der Schwere der Verbrechen, für die Epstein verurteilt wurde.

Hintergrund: Epstein Files Transparency Act

Die Veröffentlichung der neuen Akten ist Teil einer gesetzlichen Verpflichtung, alle relevanten Unterlagen im Zusammenhang mit Epstein und seinen zahlreichen Verbindungen offenzulegen. Trotz der umfassenden Dokumentenmenge wurden viele Teile stark redigiert, um persönliche Daten und laufende Ermittlungen zu schützen.

Fazit: Zweifel an früheren Aussagen über Beziehung zu Epstein

Die jüngst veröffentlichten E‑Mails legen nahe, dass Handelsminister Howard Lutnick nicht nur in Kontakt mit Jeffrey Epstein stand, sondern konkret einen Besuch seiner privaten Insel plante, trotz eigener früherer Aussagen, die Beziehung beendet zu haben. Diese neuen Details sorgen international für Diskussionen über Transparenz und Integrität von Amtsträgern.