Borussia Dortmund steckt in der Krise: Nach der 0:2-Niederlage gegen Inter Mailand droht dem BVB in der Champions League ein schwieriger Weg durch die Playoffs. Die einstige Tormaschine Europas zeigt sich international weitgehend harmlos.
BVB enttäuscht in der Champions League
Der Traum vom Achtelfinale beginnt für Borussia Dortmund ernüchternd. Nach fünf Spielen in der Gruppenphase standen die Westfalen noch unter den besten sechs Teams – nun zeigen die Ergebnisse ein anderes Bild. Die klare 0:2-Pleite gegen Inter Mailand setzt die Mannschaft von Niko Kovac unter Druck und wirft Fragen über die internationale Wettbewerbsfähigkeit des BVB auf.
Sportdirektor Sebastian Kehl kommentierte die Situation nüchtern: „Die Tabelle spiegelt momentan unser Leistungsniveau wider. Wir müssen uns erheblich steigern, egal gegen wen wir spielen.“
Verletzliches Topteam: Dortmunds defensive Schwächen
Die bisherige Saison in der Champions League enthüllte Dortmunds Defizite: Während die Bundesliga-Ergebnisse solide wirken – nach 19 Spielen liegt der BVB auf Platz zwei – reicht die Spielweise gegen internationale Gegner nicht aus. Die Niederlage gegen Inter war nur das jüngste Beispiel für defensive Unsicherheiten und mangelnde Durchschlagskraft in entscheidenden Momenten.
Auch die Offensive enttäuscht: Mittelstürmer Serhou Guirassy, der in der Bundesliga regelmäßig trifft, konnte seine Chancen gegen Inter nicht nutzen. Nico Schlotterbeck zeigte sich nach dem Spiel ernüchtert: „Wir hatten die Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt. Das muss sich ändern.“
Rückblick auf eine enttäuschende Gruppenphase
Trotz einiger glanzloser Siege gegen Villarreal (4:0), Kopenhagen (4:2) und Athletic Bilbao (4:1) blieb der BVB international inkonsequent. Ein 2:2 gegen Bodö/Glimt, 0:2 gegen Tottenham und nun das 0:2 gegen Inter zeigen: Borussia Dortmund kann derzeit keinen Topklub besiegen.
Die Bundesliga-Erfolge täuschen: Neben dem 1:2 gegen Bayern München gab es nur wenige überzeugende Ergebnisse. Die internationale Form offenbart, dass der BVB seine Ambitionen auf europäischen Titel derzeit nicht erfüllen kann.
Playoffs vor der Tür: Schwieriger Weg gegen Leverkusen oder Bayern?
Mit dem Abschluss der Gruppenphase muss Dortmund nun über die Playoffs ins Achtelfinale. Mögliche Gegner: Bayer Leverkusen oder im späteren Verlauf der FC Bayern München. Beide Spiele bergen Herausforderungen, insbesondere da die Mannschaft international weiterhin formschwach agiert.
Trainer Niko Kovac mahnt: „Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir egal gegen wen gewinnen. Jede Partie zählt.“ Für den BVB wird es entscheidend sein, die individuelle Qualität seiner Spieler auf den Punkt zu bringen, um die Krise zu überwinden.
Fazit: Dortmund muss sich neu erfinden
Die Realität ist klar: Borussia Dortmund ist derzeit nur noch die Illusion eines Spitzenklubs. Internationale Gegner wie Inter Mailand zeigen, dass die Mannschaft auf höchstem Niveau derzeit nicht konkurrenzfähig ist.
Für Fans und Verantwortliche heißt es nun, die richtigen Lehren aus der Gruppenphase zu ziehen. Nur eine deutlich verbesserte Leistung in den Playoffs kann verhindern, dass die Saison international vorzeitig endet.
