Bayern, 29. Januar 2026 – Winterliche Straßenbedingungen bringen erneut Schulunterricht in Bayern durcheinander. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glätte, Schneefall und rutschigen Straßen. Betroffen sind am Mittwoch insbesondere die Stadt Erlangen und der Landkreis Kulmbach, wo der Präsenzunterricht ausfällt.
Winterwetter sorgt für Unterrichtsausfälle
Nach einem erneuten Wintereinbruch am Sonntag und Schneefällen am Montag kam es in Teilen Bayerns bereits zu Unterrichtsausfällen. Der Montag betraf vor allem den Norden des Freistaates in den Regierungsbezirken Unterfranken, Mittelfranken und Oberfranken. Während in einigen Städten wie Bamberg der Unterricht teilweise ausfiel, war in anderen Regionen der Unterricht vollständig eingestellt.
Am Dienstag hielt das winterliche Wetter an, allerdings in abgeschwächter Form. Einige Schulen in Unterfranken, Mittelfranken und Oberfranken mussten weiterhin schließen oder auf digitalen Unterricht umstellen. In der Oberpfalz kam es ebenfalls zu teilweisem Unterrichtsausfall.
Entscheidung über Ausfälle liegt bei lokalen Koordinierungsgruppen
Ob der Präsenzunterricht ausfällt, wird von den lokalen Koordinierungsgruppen Witterung entschieden. Diese setzen sich aus Vertretern des Staatlichen Schulamts sowie Schulleitungen aller Schularten zusammen. Bei großflächigen Witterungsbedingungen kann auch eine regionale Koordinierungsgruppe Winter für ganze Regierungsbezirke den Unterrichtsausfall veranlassen.
Schulleitungen können zusätzlich entscheiden, ob ausgefallene Stunden online durchgeführt werden oder durch Arbeitsblätter ersetzt werden. Eine offizielle Übersicht, wo der Unterricht ausfällt, bietet die Internetseite unterrichtsausfall.bayern.de.
Betroffene Landkreise am Mittwoch
Laut dem Bayerischen Kultusministerium sind am Mittwoch folgende Regionen betroffen:
- Stadt Erlangen – Unterricht fällt vollständig aus.
- Landkreis Kulmbach – Präsenzunterricht entfällt.
In allen übrigen bayerischen Landkreisen findet der Unterricht regulär statt. Besonders in Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz ist derzeit keine Beeinträchtigung geplant.
Wintergefahr im Straßenverkehr
Die aktuellen Schneefälle und Glättewarnungen führen nicht nur zu Schulschließungen, sondern auch zu Verkehrsproblemen. Der DWD rät allen Verkehrsteilnehmern zur Vorsicht:
- Geschwindigkeit an winterliche Straßenverhältnisse anpassen
- Genügend Abstand halten
- Winterreifenpflicht beachten
- Pläne für Verzögerungen im Arbeits- und Schulweg einplanen
Unfälle in den letzten Tagen zeigen, wie schnell glatte Straßen zu gefährlichen Situationen führen können. Eltern und Schüler sollten besonders vorsichtig sein und auf offizielle Hinweise zu Unterrichtsausfällen achten.
Tipps für Eltern und Schüle
- Regelmäßig die Webseite unterrichtsausfall.bayern.de prüfen
- Smartphones und Apps für kurzfristige Schulmitteilungen nutzen
- Notfallpläne für Kinder entwickeln, falls Betreuung zuhause notwendig wird
- Bei digitalem Unterricht sicherstellen, dass Geräte funktionsfähig sind
Ausblick
Meteorologen gehen davon aus, dass die Glätte in Bayern zumindest bis Donnerstag anhalten könnte, da weitere Schneefälle und Frost angekündigt sind. Schulen und Eltern werden daher gebeten, auf kurzfristige Änderungen vorbereitet zu sein.
Die lokalen Koordinierungsgruppen behalten die Lage kontinuierlich im Blick und informieren über aktuelle Entwicklungen. Somit können Schüler und Lehrer rechtzeitig reagieren und Risiken im Straßenverkehr minimieren.
