Washington D.C., 28. Januar 2026 – Die Dokumentation über die ehemalige First Lady Melania Trump, mit einem Produktions- und Marketingbudget von insgesamt 75 Millionen Dollar, erlebt ein Desaster an den Kinokassen. Während Donald Trump auf Social-Media-Plattformen die Shows als ausverkauft anpries, spiegeln die tatsächlichen Zuschauerzahlen ein völlig anderes Bild wider.
Weltweit leere Kinos: Kaum Tickets verkauft
In London verzeichnete das Vue-Kino in Islington bei der Premiere am Freitag um 15:10 Uhr nur einen einzigen Ticketverkauf. Für die Abendvorstellung um 18 Uhr erschienen immerhin zwei Zuschauer. Vue-Chef Tim Richards kommentierte die schwachen Verkaufszahlen und bestätigte, dass es zahlreiche Beschwerden von Bürgern gegeben habe, die gegen die Vorführung protestierten.
Noch dramatischer war die Lage in Australien: In einem Kino in Sydney wurde kein einziges Ticket verkauft, während in Cronulla immerhin eine Person die Vorstellung besuchte. Diese leeren Kinosäle verdeutlichen das mangelnde Interesse an der Dokumentation.
Kritische Prognosen: Rotten Tomatoes und Eröffnungswochenende
CNN-Analyst Harry Enten warnte vor einer katastrophalen Bewertung auf der Plattform Rotten Tomatoes. Laut Wettmärkten habe der Film eine 63-prozentige Chance, unter 20 Prozent zu liegen. Damit könnte „Melania“ in die Reihe großer Flops wie die dritte „Der Weiße Hai“-Fortsetzung (15 Prozent) oder der neunte „American Pie“-Film (13 Prozent) aufgenommen werden.
Für das Eröffnungswochenende werden zwischen 1 und 5 Millionen Dollar in den USA und Kanada erwartet – ein Bruchteil der 23,9 Millionen Dollar, die Michael Moores „Fahrenheit 9/11“ 2004 am ersten Wochenende einspielte. Inflationsbereinigt wären dies heute rund 41 Millionen Dollar.
Trump verteidigt den Film
Trotz der schwachen Zahlen wirbt Donald Trump weiterhin für die Dokumentation. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete er den Film als „MUST WATCH“ und behauptete, die Tickets würden „schnell ausverkauft“. Die Realität zeigt jedoch das genaue Gegenteil: Leere Kinos und ein mangelndes Zuschauerinteresse prägen die internationale Premiere.
Hintergründe: Produktion und Kontroversen
Amazon MGM Studios investierte 40 Millionen Dollar für die Filmrechte und weitere 35 Millionen Dollar in Marketingmaßnahmen. Regie führte Brett Ratner, der nach Vorwürfen sexueller Übergriffe seit 2017 aus Hollywood ausgeschlossen war – Vorwürfe, die er bestreitet.
Die Dokumentation beleuchtet die 20 Tage vor Trumps Amtsantritt im Januar 2025 aus der Sicht von Melania Trump. Trotz des großen Budgets und einer umfangreichen Marketingkampagne konnten weder die Werbemaßnahmen noch der Name Trump ein signifikantes Publikum anziehen.
Experten analysieren Misserfolg
Analysten spekulieren, dass die massive Werbeoffensive, die unter anderem Jeff Bezos involvierte, nicht die gewünschte Aufmerksamkeit generieren konnte. Enten merkte an, dass trotz des enormen Aufwands „das Publikum derzeit nicht zu strömen scheint, um den Film tatsächlich zu sehen.“
Die Kombination aus Kontroversen um den Regisseur, Protesten von Zuschauern und dem hohen Preis der Produktion hat dem Film bisher nur negative Schlagzeilen beschert.
Ausblick
Der Film wird weiterhin in ausgewählten Kinos weltweit gezeigt, doch die Prognosen lassen keinen großen finanziellen Erfolg erwarten. Branchenexperten gehen davon aus, dass „Melania“ langfristig als einer der teuersten Flops in die Filmgeschichte eingehen könnte.
Fazit:
Die Melania-Trump-Dokumentation zeigt eindrucksvoll, dass auch ein hochbudgetierter Film mit prominenten Namen nicht automatisch Publikum anzieht. Trotz Trumps Versprechen auf Social Media bleibt die Resonanz bisher erschreckend niedrig, und das finanzielle Risiko für die Produzenten steigt.
