Sparkasse-Schließfächer erneut aufgebrochen: Mega-Einbruch in Deutschland – Polizei sucht dringend Zeugen

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Wilhelmshaven, Deutschland – In der niedersächsischen Stadt Wilhelmshaven sind unbekannte Täter am 28. Januar 2026 erneut in den Schließfachraum einer Sparkassen-Filiale eingebrochen und haben mehrere Schließfächer gewaltsam geöffnet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Tatort: Sparkasse in der Preußenstraße

Nach ersten Erkenntnissen betraten die Täter den besonders gesicherten Bereich der Sparkasse, der normalerweise nur mit Kundenkarte und persönlichem Code zugänglich ist. Offenbar nutzten sie Werkzeuge, um in kurzer Zeit eine zweistellige Zahl von Schließfächern aufzubrechenweniger als 50 nach aktuellen Schätzungen.

Ein interner Alarm wurde ausgelöst, bevor die Täter flüchteten. Es ist bislang ungeklärt, ob Wertgegenstände gestohlen wurden oder wie hoch der entstandene Schaden ist. Einige der betroffenen Fächer könnten leer oder aktuell nicht vermietet gewesen sein.

Täterbeschreibung und Fahndung

Die Polizei beschreibt die Verdächtigen als:

  • Männlich, schlank, etwa 1,80 m groß
  • Einer trug eine blaue Jacke, ausgebeulte Jeans und hatte blonde, zottelige Haare
  • Ein anderer hatte ein weißes Cappy und camouflagefarbene Jacke
  • Ein dritter möglicherweise beteiligter Mann trug blaue Jeans, blaue Sneaker und eine weiße Mütze

Die Ermittler schließen nicht aus, dass ein dritter Täter beteiligt war und bitten Zeugen, sich zu melden.

Betroffene Kunden werden informiert

Die Sparkasse kontaktiert alle potenziell betroffenen Kunden direkt, um den Inhalt der Schließfächer und mögliche Verluste zu klären. Die Polizei kann derzeit keine Auskünfte über die Betroffenheit einzelner Kunden geben.

Großer Bezug: Gelsenkirchen-Sparkassen-Heist sorgt für bundesweites Echo

Dieser Fall in Wilhelmshaven steht in direktem Zusammenhang mit einem viel größeren Sparkassen-Einbruch im Dezember 2025 in Gelsenkirchen, der deutschlandweit für Schlagzeilen sorgte.

Spektakulärer Einbruch über die Weihnachtszeit

Ende Dezember 2025 drangen unbekannte Täter über eine Wand im Kellerbereich einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer in den Tresorraum ein und öffneten dort rund 3.000 von etwa 3.250 Schließfächern, die sich im Besitz zahlreicher Bankkunden befanden.

Die Polizei und die Sparkasse gehen davon aus, dass mehrere Tausend Kunden betroffen sind, und schätzen die Beute auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag – abhängig davon, was tatsächlich in den Fächern gelagert war.

Massive Ermittlungen und Kritik an Sicherheitsstandards

Nach dem spektakulären Einbruch laufen groß angelegte Ermittlungen mit Spezialkräften und umfangreichen Spurenauswertungen. Gleichzeitig sorgt der Vorfall für intensive Diskussionen über Sicherheitsstandards bei Banken und Schließfachsystemen.

Die Sparkasse Gelsenkirchen teilte mit, dass sie in engem Kontakt mit Polizei und betroffenen Kunden steht und aktiv bei der Schadenserfassung hilft. Kunden werden gebeten, Inventarlisten und Nachweise wie Fotos einzureichen, damit die Inhalte dokumentiert werden können.

Was Kunden jetzt wissen müssen

Nach beiden Vorfällen gilt für Bankkunden Folgendes:

✔ Schließfächer sind meist nur bis etwa 10.300 € pro Fach versichert – höhere Werte müssen separat versichert werden.
✔ Kunden sollten prüfen, ob sie eine zusätzliche Hausrat- oder Spezialversicherung abgeschlossen haben.
✔ Bei Verdacht auf Verlust sollten Betroffene umgehend Kontakt mit ihrer Bank aufnehmen und ggf. Strafanzeige erstatten.

Polizei bittet dringend um Hinweise

Die Ermittlungsbehörden rufen Zeugen dazu auf, Beobachtungen, verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Sparkassenfilialen in Wilhelmshaven und Gelsenkirchen zu melden. Jede noch so kleine Information kann helfen, die Täter zu identifizieren und weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern.