Handball-EM 2026: Deutschland kämpft gegen Frankreich ums Halbfinale – Lichtlein und Langhoff im Fokus

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Herning, 28. Januar 2026 – Heute entscheidet sich für die deutschen Handballer, ob sie ins Halbfinale der EM 2026 einziehen. Beim Spiel gegen Frankreich in Herning (18 Uhr, live auf ZDF) geht es für die DHB-Auswahl um alles: Ein Unentschieden reicht für den Einzug ins Halbfinale, eine Niederlage würde die deutsche Mannschaft auf Platz fünf zurückwerfen.

Lichtlein und Langhoff als Schlüsselspieler

Rückraumspieler Nils Lichtlein (23) von den Füchsen Berlin betont die Bedeutung des Spiels: „Wir können alles gewinnen oder alles verlieren.“ Zusammen mit Teamkollege Matthes Langhoff (23) trifft er auf Frankreichs Superstar Dika Mem (28), der ab der kommenden Saison für die Füchse spielen wird.

Die jungen deutschen Rückraumspieler sollen mit ihrer Dynamik und Spielintelligenz die Angriffe Frankreichs unter Druck setzen. Torwart David Späth (23) ergänzt: „Für uns ist die Ausgangslage klar definiert – wir müssen konzentriert und mutig spielen.“

Erinnerungen an das „Wunder von Lille“

Die deutsche Mannschaft hat noch ein besonderes Erlebnis gegen Frankreich im Hinterkopf: Bei den Olympischen Spielen 2024 in Lille lag Deutschland sechs Sekunden vor Schluss zurück, rettete sich in die Verlängerung und gewann schließlich 35:34. Spielmacher Juri Knorr (23) erklärt: „Vielleicht spielt das ‚Wunder von Lille‘ in den Köpfen beider Mannschaften eine Rolle. Uns gibt es jedenfalls ein gutes Gefühl, dass wir sie damals besiegt haben.“

Rückraumspieler Renars Uscins (23) ergänzt: „Natürlich erinnert man sich an dieses Spiel. Aber wir wissen, dass jedes Spiel neu ist und so etwas nicht noch einmal passiert.“

Taktische Ausgangslage: Remis oder Sieg?

Obwohl ein Unentschieden für das Halbfinale ausreicht, plant die deutsche Mannschaft offensiv. Knorr betont: „Ein Remis ist nur eine Ausgangsposition, wir wollen gewinnen.“ Die Strategie wird daher sein, kontrollierte Angriffe über die Rückraumspieler aufzubauen, schnelle Konter zu nutzen und die starken französischen Werfer zu neutralisieren.

Bundestrainer Alfred Gislason unter Beobachtung

Seit 2020 leitet Alfred Gislason das DHB-Team. Der erfahrene Isländer steht seit über 30 Jahren als Profi-Trainer auf dem Feld und hat bereits viele Drucksituationen erlebt. Gislason kommentiert: „Ich habe mir nie Gedanken gemacht, keine Rückendeckung vom Verband zu haben. Angst, meinen Job zu verlieren, hatte ich nie.“

Trotz der sicheren Position des Bundestrainers bis zur Heim-WM 2027 bleibt das Spiel gegen Frankreich ein echter Prüfstein für das Team.

Fazit: Alles oder nichts gegen Frankreich

Für die deutschen Handballer geht es heute um alles. Mit den jungen Füchsen Lichtlein und Langhoff im Rücken, Erinnerungen an das „Wunder von Lille“ im Kopf und dem erfahrenen Trainer Gislason an der Seitenlinie, verspricht das Viertelfinale gegen Frankreich Spannung pur. Fans können sich auf ein intensives Duell mit Taktik, Tempo und Nervenkitzel freuen.