Heftiger Schneefall und gefährliche Glätte haben in Franken massive Auswirkungen auf den Alltag. In mehreren Städten und Landkreisen bleibt die Müllabfuhr stehen, Wertstoffhöfe sind geschlossen und Friedhöfe wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Gleichzeitig meldeten Polizei und Behörden hunderte Unfälle sowie erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Leben.
Müllabfuhr in vielen Regionen eingestellt
Besonders deutlich sind die Folgen des Winterwetters bei der Abfallentsorgung zu spüren. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt wurde die Müllabfuhr am Dienstag vollständig eingestellt. Betroffen sind Restmüll-, Papier- und Biotonnen, der Gelbe Sack sowie die Sperrmüllabholung. Grund sind vereiste und teils nicht sicher befahrbare Straßen.
Der Entsorgungsdienst plant, den Betrieb ab Mittwoch schrittweise wieder aufzunehmen. Allerdings können keine festen Zusagen für einzelne Orte gemacht werden. Um die ausgefallenen Leerungen nachzuholen, sollen am Samstag zusätzliche Abfuhrtouren gefahren werden.
Wertstoffhöfe vorübergehend geschlossen
Auch mehrere Wertstoffhöfe bleiben wegen der Wetterlage geschlossen. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt betrifft dies unter anderem die Anlagen in Buckenhof und Baiersdorf. Eine Wiederöffnung ist für Mittwoch vorgesehen, sofern es die Straßenverhältnisse zulassen.
Im Landkreis Bamberg bleiben die Wertstoffhöfe ebenfalls geschlossen – voraussichtlich auch noch am Mittwoch. Die Behörden bitten Bürgerinnen und Bürger, dies bei ihrer Entsorgungsplanung zu berücksichtigen.
Stadt Bamberg: Biomüll fällt komplett aus
In der Stadt Bamberg ist die Situation besonders angespannt. Zwar sind die Hauptverkehrsstraßen weitgehend geräumt, doch viele Nebenstraßen gelten weiterhin als nicht sicher für Müllfahrzeuge. Deshalb fällt die reguläre Müllabfuhr erneut aus.
- Rest- und Papiertonnen sollen vorerst stehen bleiben
- Biomüll wird in dieser Woche gar nicht abgeholt
- Sperrmülltermine mussten abgesagt werden
Die Stadt kündigte an, ausgefallene Touren nachzuholen, sobald es die Wetterlage erlaubt.
Friedhöfe in Nürnberg und Würzburg geschlossen
Nicht nur die Abfallentsorgung ist betroffen. In Nürnberg wurden der Süd- und Westfriedhof vorübergehend geschlossen. Grund ist die hohe Schneelast auf den Bäumen, die eine erhebliche Gefahr darstellt. Trotz geräumter Wege könnten jederzeit Äste abbrechen.
Trauerfeiern und Beisetzungen sind weiterhin möglich. Besucherinnen und Besucher werden jedoch gebeten, am Haupteingang zu warten, um sicher begleitet zu werden.
Auch in Würzburg blieben die städtischen Friedhöfe wegen Schneebruchgefahr geschlossen. Bestattungen können auch hier stattfinden, allerdings unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.
Unfälle und Verletzte durch Schneebruch und Glätte
Das Winterwetter hatte auch ernste Folgen. In Bamberg wurde ein Radfahrer lebensgefährlich verletzt, als ein Ast unter der Schneelast abbrach und auf ihn fiel.
Frankenweit registrierten Polizei und Rettungsdienste mehr als 400 Unfälle. Besonders gefährlich war dabei die Glatteisbildung auf Nebenstraßen und ungeräumten Wegen.
Schulen und Alltag stark beeinträchtigt
Neben Verkehr und Entsorgung kam es auch zu Ausfällen im Schulbetrieb. In mehreren Regionen fiel der Präsenzunterricht aus oder wurde eingeschränkt. Eltern und Schülerinnen und Schüler mussten kurzfristig umplanen.
Fazit: Winterwetter bringt Franken an die Grenzen
Der starke Schneefall zeigt, wie schnell der Alltag durch extreme Wetterlagen beeinträchtigt werden kann. Behörden bitten weiterhin um Vorsicht, Geduld und Verständnis. Viele Einschränkungen sollen in den kommenden Tagen aufgehoben werden – vorausgesetzt, die Wetterlage entspannt sich.
