Die Möbelbranche in Deutschland steckt weiter in einer schwierigen Phase. Nun reagiert auch einer der bekanntesten Möbel-Discounter: Roller schließt mehrere seiner Filialen. In den betroffenen Städten haben bereits Räumungsverkäufe mit hohen Rabatten begonnen.
Weitere Roller-Filialen werden geschlossen
Der Möbelhändler Roller mit Sitz in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) hat bestätigt, dass mehrere Standorte dauerhaft vom Markt verschwinden werden. Bereits im September 2025 wurde die Filiale in Husum geschlossen.
Bis spätestens Ende Juni 2026 folgen nun weitere Standorte in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Betroffen sind die Filialen in Crailsheim, Villingen-Schwenningen, Reutlingen sowie Oldenburg in Holstein. Letzteres ist nicht mit Oldenburg in Niedersachsen zu verwechseln.
Räumungsverkauf mit starken Preisnachlässen gestartet
In allen betroffenen Filialen läuft derzeit ein großer Abverkauf. Roller bietet zahlreiche Möbel, Wohnaccessoires und Haushaltsartikel zu stark reduzierten Preisen an. Der Räumungsverkauf läuft jeweils bis zur endgültigen Schließung der einzelnen Standorte.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet dies kurzfristig die Chance auf günstige Möbelangebote, solange der Vorrat reicht.
Auswirkungen auf die Beschäftigten
Zur Anzahl der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußerte sich das Unternehmen zunächst nicht. Roller erklärte jedoch, dass den Beschäftigten freie Stellen in nahegelegenen Roller-Filialen angeboten werden sollen, um Kündigungen möglichst zu vermeiden.
Warum Roller Standorte aufgibt
Als Grund für die Filialschließungen nennt Roller die aktuell schwierige Lage im stationären Möbelhandel. Das Unternehmen verweist auf ein vorsichtiges Kaufverhalten der Verbraucher, steigende Betriebskosten sowie sinkende Nachfrage nach Möbeln.
Nach eigenen Angaben überprüft Roller regelmäßig alle Standorte auf Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit. Die Entscheidung zur Schließung sei nach sorgfältiger Prüfung getroffen worden.
Möbelbranche weiter im Umbruch
Die Entwicklung bei Roller steht stellvertretend für eine größere Krise im Möbelhandel. Auch andere große Möbelketten in Deutschland haben zuletzt Filialen geschlossen oder ihre Präsenz reduziert. Die Branche befindet sich im Wandel und passt sich veränderten Kundenbedürfnissen an.
Fazit
Die Schließung mehrerer Roller-Filialen zeigt, wie stark der Druck auf den Möbelhandel derzeit ist. Während Kundinnen und Kunden von attraktiven Rabatten profitieren können, stehen Unternehmen und Beschäftigte vor großen Herausforderungen. Wie sich der Markt weiter entwickelt, bleibt abzuwarten.
