Berlin – Um sich den Leistungssport leisten zu können, müssen viele Athletinnen und Athleten kreativ werden. Die deutsche Olympia-Bobfahrerin Lisa Buckwitz (31) hat einen ungewöhnlichen Weg gewählt: Sie arbeitet mit der Plattform OnlyFans zusammen und finanziert so einen Teil ihrer sportlichen Karriere.
OnlyFans statt klassischer Sponsoren
Lisa Buckwitz erklärt, dass die klassische Sponsorensuche allein längst nicht ausreiche, um die Kosten einer Bob-Saison zu decken. Allein Material, Trainingslager, Flugtickets und Prämien für ihre Anschieberinnen verschlingen rund 50.000 Euro pro Saison.
Durch die Zusammenarbeit mit OnlyFans kann Buckwitz diese Lücke schließen: Für 24,99 US-Dollar pro Monat erhalten Fans Zugang zu exklusiven Inhalten. Dabei betont sie: „Ich werde mich auf keinen Fall nackt zeigen.“ Stattdessen zeigt sie sich sportlich aktiv – im Sport-BH, Bikini oder Bobanzug – und kommuniziert direkt mit ihren Fans.
Finanzielle Freiheit und Teamunterstützung
Die Weltmeisterin von 2024 sieht die Plattform als echten Glücksfall. „Es ist auch ein Glücksfall für mich, da ich so mein Team finanzieren kann“, sagt Buckwitz. Sie habe vor einem Jahr begonnen, mit OnlyFans zu arbeiten, und bezeichnet die Entscheidung als „das Beste, was mir hätte passieren können“.
Buckwitz betont, dass OnlyFans für sie ein Sponsor wie jeder andere sei: Neben der Unterstützung durch die Bundeswehr ermögliche die Plattform ihr, sich voll auf den Sport zu konzentrieren.
Die Schattenseite des Leistungssports
Trotz Olympia-Gold 2018 als Anschieberin müsse sie sich weiterhin vermarkten, um ihre Karriere zu finanzieren. „Klar, ich bin eine Olympiasiegerin. Aber nur mit der Goldmedaille interessiert sich keiner für Lisa Buckwitz“, erklärt sie in der ZDF-Doku „OnlyBob – Mein Körper. Mein Kapital“.
Diese Realität zeige die Schattenseite des Sports: Auch Spitzensportlerinnen müssen Wege finden, um finanziell unabhängig zu bleiben. Viele setzen dabei auf alternative Modelle wie Crowdfunding, TikTok-Content oder spezielle Kalender.
Sportliche Inhalte statt Erotik
Buckwitz unterstreicht, dass das Sexuelle zwar ein Thema sei, sie sich jedoch bewusst auf sportliche Inhalte konzentriert. Ihr Ziel sei es, Fans an ihrer Karriere teilhaben zu lassen, ohne Grenzen ihrer eigenen Komfortzone zu überschreiten.
OnlyFans als langfristige Unterstützung
Für die Olympiasiegerin ist die Plattform mehr als ein kurzfristiger Geldgeber. Sie ermöglicht ihr, langfristig den Leistungssport zu betreiben, ihr Team zu unterstützen und sich auf die Olympischen Spiele in Italien 2026 vorzubereiten.
„Für mich ist es ein Sponsor, der mir neben der Bundeswehr den Sport ermöglicht. Also was ganz Normales“, erklärt Buckwitz.
Fazit:
Lisa Buckwitz zeigt, dass moderne Athletinnen kreativ sein müssen, um den Leistungssport zu finanzieren. Mit OnlyFans hat sie einen Weg gefunden, sportliche Inhalte zu teilen, Fans einzubinden und gleichzeitig ihr Team zu unterstützen – ohne ihre persönlichen Grenzen zu überschreiten.
