Melbourne – Carlos Alcaraz (Spanien), die derzeitige Nummer 1 der Welt, hat sich beim Australian Open 2026 eindrucksvoll ins Achtelfinale gespielt. Der 22-jährige Star siegte am Freitag in der dritten Runde mit 6:2, 6:4, 6:1 gegen den französischen Trickshot-Spezialisten Corentin Moutet – und begeisterte dabei das Publikum mit spektakulärem Tennis und hohem Unterhaltungswert.
Beeindruckende Leistung im 100. Grand-Slam-Match
Die Partie war Alcaraz’ 100. Grand-Slam-Spiel, in dem er nicht nur gewann, sondern seine beeindruckende Bilanz auf 87 Siege bei 13 Niederlagen ausbaute – ein Ergebnis, das ihn auf eine Stufe mit Tennislegenden wie Björn Borg bringt.
Alcaraz spielte mit großer Kontrolle und Selbstvertrauen, setzte 30 Winner und zeigte mehrere spektakuläre Ballwechsel, darunter exquisite Tweeners, intelligente Lobs und schnelle Netzangriffe.
Unterhaltung pur: Tricks, Spannung und Spaß
Trotz der klaren drei-Satz-Niederlage lieferte Moutet ein unterhaltsames Match mit unkonventionellen Schlägen, darunter auch Unterarm-Aufschläge und viele Drop-Shots, die das Spiel abwechslungsreich machten.
Alcaraz selbst beschrieb die Partie als schwierig und unvorhersehbar – doch vor allem als Spaß: „Es war wirklich schwierig, aber ich hatte so viel Spaß auf dem Platz. Ich denke, wir haben beide großartige Punkte gezeigt.“
Er scherzte auch darüber, wie oft er ans Netz stürmte: „Ich sagte zu meinem Team: ‚Ich werde nicht noch einmal für einen Drop-Shot laufen. Ich bin schon 55 Mal am Netz gewesen, oh mein Gott.“
Matchverlauf und Wendepunkte
Alcaraz dominierte vor allem im ersten Satz, doch Moutet kämpfte sich im zweiten Satz von einem 0:3-Rückstand zurück und gewann vier Spiele in Serie. Alcaraz ließ sich davon jedoch nicht beirren, gewann die entscheidenden Ballwechsel und zog schlussendlich souverän davon.
Nächster Gegner: Tommy Paul
Als nächstes trifft Alcaraz auf den US-Amerikaner Tommy Paul, die Nummer 19 der Setzliste, der sein drittes Runde-Match beendete, nachdem sein Gegner Alejandro Davidovich Fokina verletzt aufgeben musste. Alcaraz und Paul kennen sich gut – Alcaraz führt in ihren bisherigen Begegnungen, aber erwartet eine harte Herausforderung.
Blick auf den Karriere-Grand Slam
Alcaraz strebt nicht nur den Turniersieg an, sondern hat ein langfristiges Ziel: den Career Grand Slam – also den Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere in seiner Karriere. Der Australian Open-Titel fehlt dem Spanier bislang, doch mit seiner aktuellen Form und seinem technischen Repertoire gehört er auch in Melbourne zu den Favoriten.
Fazit: Unterhaltung und Tennis auf höchstem Niveau
Carlos Alcaraz’ Sieg gegen Corentin Moutet war mehr als nur ein Weiterkommen: Er war eine Mischung aus hoher Athletik, Mut zu spektakulären Schlägen und echter Spielfreude. Mit diesem Auftritt zeigt Alcaraz, warum er zu den größten Tennisstars seiner Generation gehört – und warum der Weg zum Grand-Slam-Titel weiter realistisch bleibt.
