Juventus besiegt Benfica und sichert Platz in der Champions-League-K.o.-Runde

Juventus

Turin, 22. Januar 2026 – Juventus Turin hat endlich seine lange verfluchte Bilanz gegen Benfica gebrochen und sich mit einem 2:0-Heimsieg in der UEFA Champions League 2025/26 für die K.o.-Runde qualifiziert. Die Bianconeri dominierten das Spiel trotz anfänglicher Schwierigkeiten und setzten sich verdient gegen die portugiesischen Spitzenkräfte durch.

Historischer Sieg gegen einen ungeliebten Gegner

Juventus hatte in den letzten Jahrzehnten Schwierigkeiten gegen Benfica, mit sieben Niederlagen in neun Begegnungen vor diesem Spiel. Der letzte Wettbewerbssieg datierte zurück in die UEFA-Cup-Quarterfinals 1992/93, seitdem blieb Benfica ein echter Stolperstein für die Italiener. Mit dem Sieg im Allianz Stadium konnte Juventus nicht nur die „Fluchserie“ brechen, sondern sich auch eine komfortable Ausgangslage für die Playoffs sichern.

Spielverlauf: Anfangschaos und spätes Aufbäumen

Das Spiel begann turbulent: Benfica zeigte sich in der ersten Halbzeit leicht überlegen, während Juventus durch Fehler in der Defensive wiederholt Chancen der Gäste ermöglichte. Trotz dieser Unsicherheiten blieben die Hausherren gefährlich und setzten erste Akzente durch Jonathan David und Kenan Yildiz.

In der 54. Minute fiel der entscheidende Treffer: Khéphren Thuram erzielte nach einem präzisen Zuspiel von David sein erstes Champions-League-Tor, das die Bianconeri in Führung brachte. Weniger als zehn Minuten später erhöhte Weston McKennie nach einem schnellen Doppelpass mit David auf 2:0, wodurch die Entscheidung gefallen war.

Juventus-Aufstellung und Taktik

Trainer Luciano Spalletti hielt an seinem bewährten System fest, brachte jedoch die zuvor geschonten Spieler zurück. Michele Di Gregorio stand im Tor, geschützt von einer Viererkette bestehend aus Pierre Kalulu, Bremer, Lloyd Kelly und Andrea Cambiaso. Manuel Locatelli und Thuram bildeten das zentrale Mittelfeld, unterstützt von McKennie, Fabio Miretti und Kenan Yildiz im Angriff.

Benfica, unter der Leitung von José Mourinho, trat mit einem stark verjüngten Team an, zahlreiche Stammspieler fehlten verletzt. Die Offensive bestand aus jungen Talenten wie Gianluca Prestianni, Heorhii Sudakov und Andreas Schjelderup, unterstützt vom griechischen Stürmer Vangelis Pavlidis.

Schlüsselspieler und Wendepunkte

  • Khéphren Thuram: Sein Führungstor war spielentscheidend und gab Juventus die nötige Sicherheit.
  • Weston McKennie: Sein zweites Tor festigte den Vorsprung und besiegelte Benficas Schicksal.
  • Michele Di Gregorio: Hielt die Bianconeri mit mehreren Paraden im Spiel, darunter eine spektakuläre Rettung gegen Sudakov.
  • VAR-Intervention: Ein Strafstoß für Benfica wurde vergeben, doch Pavlidis vergab, was den psychologischen Vorteil für Juventus verstärkte.

Bedeutung des Sieges

Mit dem 2:0-Erfolg gegen Benfica hat Juventus erstmals seit über 30 Jahren eine schwierige Hürde in Europa überwunden. Der Sieg sichert mindestens die Teilnahme an der Playoff-Runde und entlastet die Mannschaft vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Monaco. Benfica hingegen muss in ihrem letzten Spiel gegen Real Madrid punkten, um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu wahren.

Der Triumph gegen den „Bogie-Team“-Fluch stärkt nicht nur das Selbstvertrauen der Mannschaft, sondern demonstriert auch die Stabilität unter Trainer Spalletti. Juventus zeigte Geduld, taktische Disziplin und Nervenstärke in kritischen Momenten.

Ausblick auf die K.o.-Runde

Nach diesem wichtigen Sieg kann Juventus die verbleibenden Gruppenspiele mit weniger Druck angehen. Die Mannschaft wird nun die Reise nach Monaco vorbereiten und dabei die Form und Dynamik aus dem Benfica-Spiel nutzen. Die Fans in Turin dürfen optimistisch auf die bevorstehenden Champions-League-K.o.-Runden blicken.

Fazit: Juventus hat nicht nur die Serie gegen Benfica gebrochen, sondern auch ein klares Signal an Europa gesendet: Die Bianconeri sind bereit für die nächste Phase der Champions League. Mit einer Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern könnten die Italiener in den kommenden Runden zu einem ernsthaften Titelanwärter werden.